25 Jun

Everything changes…

Ich habe nun aufgrund einiger Vorkommnisse beschlossen, den richtigen Namen meines Krümels hier auf dem Blog nicht mehr zu nennen. Die unter euch, die seinen Namen schon kennen, würde ich bitten, ihn in Kommentaren nur noch „Krümel“ oder ähnliches zu nennen. Außerdem habe ich Bilder auf dem er gut zu sehen ist, unkenntlich gemacht bzw. ganz aus dem Blog gelöscht. Ich möchte nicht, dass mit Bildern von meinem Sohn Schindluder oder Schlimmeres getrieben wird. Er ist zu klein um sich zu wehren und ich habe ehrlich gesagt nicht darüber nachgedacht, wie krank manche Menschen sind.

Dennoch möchte ich meinen Blog weiterführen und nicht darauf verzichten, euch zu berichten.

Seit letzten Samstag trinkt mein Krümelchen Abends die 1er Milch. Ich hab einfach gemerkt, dass ihn auch tagsüber meine Milch nur noch für 1-2 Stunden satt hält. Nachts kam er auch locker 3-4 mal und es wurde einfach nicht  besser. Also hat ein befreundetes Pärchen mit Kind mir vorgeschlagen, dass wir es doch mal Abends mit einer Flasche 1er Milch probieren sollten. Und es funktioniert. Der Kleine nuckelt locker 2/3 der Flasche leer und schläft dann seelig in meinem Arm ein. Und das beste: Er kommt seitdem nur noch 1x pro Nacht. Ich vermute fast, es geht dem Ende des Stillens zu. Das stimmt mich traurig. Ich liebe es zu stillen. Das gibt meinem Kind und mir so ein inniges und enges Gefühl der Zweisamkeit. Die Flasche halten… das kann ja jeder! Aber ihm die Brust geben und ihn beobachten wie er dabei selig die Augen verdreht, sobald er die lecker Milch bekommt… das kann nur ich!

Jetzt kommt demnächst noch der Brei dazu. Wobei ich ja echt nicht weiß, wann ich damit beginnen soll. Der Kinderarzt sagt, Ende vierter – Anfang fünfter Monat. Im Web steht Anfang sechster Monat und wenn das Kind den Kopf schon selbst halten und sitzen kann. Von sitzen ist der Krümel aber noch weit entfernt. Auch hat mir unser Kinderarzt verboten ihn hinzusetzen. Das wäre nicht gut für seine Wirbelsäule. Wie soll er aber das sitzen lernen, wenn ich ihn nicht sitzen lassen soll? Ich bin verwirrt um ehrlich zu sein.

Das mit dem auf dem Bauch liegen klappt übrigens immer besser. Ich musste echt nur Geduld haben. In letzter Zeit rollt er sich sogar selbst auf den Bauch, meckert dann zwar, weil er das ja eigentlich gar nicht wollte, aber hält es jeden Tag länger aus. Ich bin stolz 🙂

17 Jun

Heute vor einem Jahr…

…wurde mir bei meiner ersten Zigarette des Tages übel. Die zweite und dritte machten es dann auch nicht besser. Seit Tagen hatte ich so ein Gefühl im Bauch, das ich nicht recht zulies. Also beschloss ich an diesem Sonntag im Juni, einen Schwangerschaftstest zu machen. Und das 10 Tage nach meinem errechneten Eisprung. Ich traute meinen Augen kaum, als ich den zweiten zartrosa Strich sah. Meine Augen füllten sich sofort mit Freudentränen und ich wusste nicht wie mir geschah. Meine Gedanken überschlugen sich. Ich wusste nicht, ob ich mich freuen dürfte. Sollte ich es meinem Mann gleich sagen? Sollte ich warten? Wer weiß, ob wieder so etwas passiert, was mir nur ein paar Monate zuvor den Boden unter den Füssen weggezogen hatte. Ich wusste, dass da etwas Großartiges im Gange war. Dieses Mal sollte alles anders werden. Dieses Mal wollte ich um den kleinen Wurm kämpfen. Mein Körper sollte ihn nicht los lassen.

Ich musste mit jemanden drüber reden. JETZT! Also fing ich an, diesen Blog zu schreiben. Es tat gut, dies alles aufzuschreiben. Am liebsten hätte ich meine Gefühle hinaus geschrien. Doch noch sollte es mein kleines süßes Geheimnis sein. Dieser Tag ist mir noch so gut in Erinnerung. Es war warm, so wie heute. Die Sonne schien und der Himmel war strahlend blau. Es passte alles so perfekt zu dieser wunderbaren Neuigkeit, die mir mein Körper heute mitteilte. Ich nahm meine letzten Kippen aus meiner Schachtel und mogelte sie meinem Mann unter… Ich wusste, dass ich ab sofort Verantwortung für ein kleines Wesen übernehmen muss, welches in mir gedeiht.

Und jetzt sitze ich hier, ein Jahr später, auf dem Sofa und neben mir liegt dieser kleine Schatz. Mein ganzes Herz gehört nur ihm. Er ist wunderbar, wundervoll und einzigartig. All die Strapazen der Schwangerschaft und der Geburt sind längst vergessen und ich kann mir ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen. Er vervollständigt mich und überrascht mich jeden Tag mit seiner ehrlichen Art. Er zeigt mir immer was er fühlt. Er spielt mir nichts vor, lügt mich nicht an und macht mir nichts vor. Er ist mein Leben! Ich würde für ihn durchs Feuer gehen und ihn immer allem anderen vorziehen.

Danke! Danke, dass ich dich erleben darf. Danke, dass du mein Sohn bist! Und danke, dass du so bist wie du bist. Ich liebe dich ohne Kompromisse <3

Übrigens: bis heute habe ich keine Zigaretten mehr angerührt und werde es wohl auch nicht mehr. Ein klein bisschen stolz bin ich ja schon 😉

10 Jun

Babymassage die 2te

Ich hatte ja vor einiger Zeit schonmal über Babymassage geschrieben und wollte wissen, wie eure Erfahrungen damit sind. Das Feedback war gemischt. Es ging von „Mein Baby mag das gar nicht“ bis hin zu „Mein Baby liebt es“. Aber ich wollte es trotzdem ausprobieren. Also habe ich mir zwischenzeitlich die DVD von Liebehebamme.de  zu dem Thema Babymassage besorgt. Und ich muss sagen, das war eine gute Investition. Da wurde alles ganz genau erklärt. Welche Öle man verwenden sollte und wie das Kind auf Massage reagiert… Außerdem wurden die Handgriffe mehrmals genau gezeigt. Natürlich hätte ich auch in einen Kurs gehen können, aber ich fand es entspannter für mich und für den Krümel, es daheim auf dem Sofa auszuprobieren. Und im Anschluss an die Massage gibts auf der DVD sogar noch ein paar Grundübungen zum Baby-Yoga. Das haben wir allerdings noch nicht ausprobiert. Kommt aber sicher noch 😉 

Und was soll ich sagen? Der Krümel liebt es 🙂 Es ist mittlerweile ein festes Ritual bei uns geworden, dass er nach dem Baden von mir ausgiebig massiert wird. Er geniesst es richtig und schläft danach meist richtig gut und relaxed. Am Anfang zappelt er noch ein paar Minuten rum, aber er wird dann von Minute zu Minute ruhiger, wie man auch auf den Bildern ganz toll sieht.

Ich geniesse die Nähe übrigens auch sehr. Dieses innige Verhältnis, was wir beide dadurch bekommen haben, ist wirklich sehr viel wert. Vor allem liebe ich es, seine Füße zu massieren. Das könnte ich wohl stundenlang machen 😀 Wenn sich die kleinen Zehen um meinen Daumen krallen. Das ist zu schön…

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Mit dem Schlafen hat es sich übrigens wieder einigermaßen eingependelt. Gut, er schläft nicht mehr ganz so toll wie am Anfang, aber er kommt auch nicht mehr so oft wie nach der Impfung. Woran das nun lag, weiß ich auch nicht. Aber ich bin froh, dass es wieder vorbei ist. Hoffen wir mal, dass es auch so bleibt.

Übrigens: Der Kinderarzt meinte, ich solle ihn jeden Tag mindestens 1,5 Stunden auf den Bauch legen. Mein kleiner Krümel hasst das aber wie die Pest und fängt nach maximal 5 Minuten an wie wild zu brüllen. Meist sogar so heftig, dass er fast erstickt. Er wird knallrot und holt einfach keine Luft mehr. Dann drehe ich ihn natürlich um und tröste ihn, was aber sehr schwierig ist, weil er sich kaum beruhigen lässt. Natürlich ist das auf dem Bauch liegen wichtig für seine Muskulatur und seinen Rücken, aber er will es partout nicht. Wie habt ihr das gelöst?

05 Jun

12 Wochen Schub

Ist er das also nun oder ist er es nicht? Es ging ca. 2 Tage nach der Impfung los. Ich war ja so happy, ein  so ausgeglichenes Kind zu haben, das fast durch schläft und höchstens 1-2x pro Nacht, wenn überhaupt, aufwacht. Auch tagsüber war er immer sehr pflegeleicht. Er konnte sich auch mal mit sich selbst beschäftigen und war ein Sonnenschein und selten am Weinen. Also wie gesagt… WAR! Er schläft seit gut einer Woche nun nicht mehr richtig. Ich lege ihn zwischen 19 und 20 Uhr ins Bettchen und er schafft es gerade mal bis 23 Uhr. Dann wacht er auf und quengelt. Warum, weiß ich auch nicht. Ich habe es mit allem möglichen probiert und ihn dann als letzte Möglichkeit gestillt. Dann schlief er… maximal 2 Stunden. Manchmal auch nur eine halbe. Dann wieder das selbe. Ich versuchte ihn zu beruhigen, aber nur stillen half. Wobei er da auch nicht viel trank. Er nuckelte 1-2 Minuten und schlief dann wieder ein. Und das ging dann also im 2 Stunden Takt so weiter, bis ich völlig fertig irgendwann einfach aufgestanden bin und der Tag begann.

Auch Globulis halfen nicht. Die Plazenta-Nosoden, damit er den Wachstumsschub besser verkraften könne, brachten nichts. Auch die gegen Schlafprobleme blieben ohne Wirkung. Ich gab ihm auch welche gegen´s Zahnen, weil er immer soviel sabberte und meiner Meinung nach deswegen Nachts viel mit Hand in Mund stecken beschäftigt war. Deswegen puckte ich ihn auch nicht mehr, weil er sich immer versuchte zu befreien und irgendwann dann nur noch 1-2 Fäustchen aus dem Schlafsack raus schauten, die er sich mühsam aus dem Pucksack frei gekämpft hatte. Aber ohne Pucksack schlief er noch unruhiger. Es war wirklich eine harte Woche.

Vorgestern habe ich das ganze Spiel dann einigermaßen durchschaut. Er kam um 23 Uhr, dann um 23:30 Uhr und um 0 Uhr. Ich nahm ihn dann komplett zu mir ins Bett und siehe da: An mich gekuschelt schlief er bis kurz vor 5 Uhr durch. Ich allerdings hatte meine Mühe einzuschlafen, weil er neben mir lag. Der Hund an den Beinen, der Kleine an meine Brust gekuschelt und mein Po hing zur Hälfte aus dem Bett. Aber irgendwie ging es und ich war tagsdrauf schon viel fitter. Und heute Nacht, oh Wunder, schlief er bis um 2 Uhr und kam erst wieder um kurz vor 6 Uhr. Wie erholsam! Und er war gepuckt und hatte nicht versucht sich zu befreien. Er schlief einfach so ein, ohne Theater, ohne zig mal wieder ins Zimmer rennen, Nachtlicht anmachen, Schnuller reinstecken, Wange streicheln etc. ein. Und als wir ins Bett kamen, lag er noch unverändert da, so wie ich ihn ins Bett gelegt hatte.

Also hoffe ich inständig, dass es wirklich nur ein Schub war und er bald wieder zurück zu seiner alten Form finden wird. Toi toi toi!