06 Mrz

Durchatmen. Luft schnappen.

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Ich habe endlich die Kraft wieder ein paar Zeilen an euch zu schreiben. Die letzten Monate plagte ich mich mit Krankheiten aller Art herum. Blasenentzündung, gefolgt von Grippe, Magen-Darm, Erkältungen und wieder von vorn. Mein Körper gab mir deutliche Signale, die ich erst ignorierte. Aber irgendwann war es nicht mehr möglich, sie zu verdrängen. Beim letzten Mal war ich so schwach, dass ich kaum zwei Schritte gehen konnte, ohne in Schweiß auszubrechen. Ich musste mich immer öfter krank schreiben lassen und blieb aber nur wenige Tage daheim, bis ich einigermaßen wieder auf dem Damm war. Die Warnungen meines Arztes ignorierte ich. Immerhin war mir mein Job sehr wichtig und ich wusste, ich konnte nicht ständig krank sein.

Das Ganze fing an, als ich  mitbekam, dass mein Chef für meine Stelle eine Stellenausschreibung geschaltet hatte. Auf Nachfrage legte man mir Nahe, dass ich mir doch etwas anderes suchen solle, man mich aber nicht einfach so von heute auf morgen entlassen würde. Wie auch? Immerhin war ich nach einigen Jahren betriebszugehörigkeit auch nicht einfach so kündbar. Als dann von heute auf morgen der neue Kollege bzw. Vorgesetzte im Büro auftauchte (natürlich ohne Vorwarnung), ging es mit meiner Gesundheit rapide bergab. Ich versuchte zwar, mich mit der neuen Situation zu arrangieren, aber der Neue war einfach unmöglich arrogant und einfach widerlich. Ich habe nichts herzliches oder menschliches in ihm entdecken können. Auch meinen Kollegen ging es ähnlich. Mehrere Male sind wir aneinander geraten. Eigentlich bin ich ein sehr friedliebender Mensch, der schon fast harmoniesüchtig ist, aber dieser Mensch brachte meine dunkelste Seite zum Vorschein.

Vor 2 Wochen tat sich dann ein Lichtblick auf und ich bekam die Zusage für eine Stelle, auf die ich mich beworben hatte. Und heute hatte ich meinen letzten Tag in meiner alten Arbeitsstelle. Meine Kollegen haben mir einen ganz wunderbaren, tränenreichen Abschied bereitet. Mein Herz schmerzt, aber ich weiß, dass es die richtige Entscheidung ist. Es wäre nicht mehr so weiter gegangen. Ich wäre ein nervliches Wrack und gesundheitlich wäre es so auch nicht weiter gegangen.

Nun habe ich eine Woche Urlaub und fange danach gleich bei der neuen Stelle an. Ich hoffe, dass nun alles besser wird…

Im Sommer werden mein „Mann“ und ich übrigens heiraten. Etwas, auf das ich mich heute schon freue. Das Planen und Organisieren liegt mir ja eh 🙂

Ich hoffe, dass ihr mir es nachseht, dass ich nun so lange nichts mehr von mir hören ließ. Aber mir fehlte einfach die Muse und die Kraft.