04 Okt

Hallo Fettnäpfchen – Ich nehme Anlauf!

Ich sag mal so: Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch das bekommt, was er verdient. Wozu habe ich allerdings das verdient, was momentan passiert? – Ich habe niemanden betrogen, angelogen, war nicht gemein oder böse.

Fangen wir mal damit an, dass letztens durch einen Steinschlag meine Frontscheibe gerissen ist. Ok, ist jetzt nicht so schlimm, aber damit fing das ganze Drama irgendwie an. Dann bekam ich vermehrt Gallenkoliken, wodurch ich nun die Gallenblase entfernen lassen muss. Ich begebe mich also morgen ins Krankenhaus und lasse das Ding entfernen.

Und der Obergau kam dann letzten Freitag: Ich brachte Krümelchen zum Kindergarten und war genau 5 Minuten im Gebäude. Als ich dann raus kam, stieg ich wie jeden Morgen in mein Auto. Im Auto fiel mir dann Rauchgeruch auf. Ich wunderte mich zwar, mir fiel aber nichts auf, als öffnete ich das Fenster und fuhr zur Arbeit. Als ich auf den Parkplatz fuhr und nach meiner Handtasche greifen wollte, war diese nicht dort, wo ich sie zurückgelassen hatte. Sie wurde gestohlen. Aus meinem Auto. Direkt vor dem Kindergarten. Diese Kreatur (Sorry, anders kann ich so eine Person nicht bezeichnen, die so etwas abscheuliches tut) hatte sich einfach so an meinen privaten Sachen bedient. Mir wurde übel. Ich rief sofort die Polizei und berichtete, was passiert war. Aber große Hoffnungen machte man mir nicht.

Seitdem habe ich regelrecht Paranoia. Ich sehe ständig Leute, die es evtl. gewesen sein könnten. Ich schaue den Frauen auf die Handtaschen, in der Hoffnung, dass vielleicht meine auftaucht. Es war ja nicht nur Geld in meiner Tasche, sondern auch mein Terminplaner, in dem alle meine Termine stehen. Dieser Mensch weiß nun nicht nur wo ich wohne, sondern auch wann ich aus dem Haus bin und welche Termine ich wann & wo habe. Das macht mich irre. Mal abgesehen davon, dass meine Handtasche DIE perfekte Tasche war. Endlich eine Tasche, mit der ich rundum glücklich war. Auch meine Geldbörse war keine Günstige. Ich bin stinksauer und frage mich wirklich, was ich dem Universum getan habe, dass ich momentan von einem Mist in den Nächsten marschiere 🙁

Bin gespannt was als nächstes kommt… 🙁

08 Jun

Knock on Wood

Wir klopfen 3x auf Holz.
Denn unser Krümel scheint nun wirklich seit ein paar Wochen so gut wie trocken zu sein. Ok! Nachts natürlich noch nicht, aber tagsüber brauchen wir keine Windeln mehr. Ja, ab und zu geht mal noch was daneben. Vorallem wenn er abgelenkt ist und z.B. in ein Spiel vertieft ist. Aber im Großen und Ganzen ist er trocken. Wir sind so stolz auf ihn 🙂

Nun gehen wir den nächsten Schritt und versuchen es mal mit der großen Toilette, denn momentan macht er fast nur ins Töpfchen. Im Kindergarten geht er allerdings aufs Klo und auch unterwegs ist er gewillt auf die großen Toiletten zu gehen. Nur daheim möchte er nicht. Wir stressen uns aber nicht. Wir lassen es ganz langsam angehen und hoffen, dass er irgendwann von selbst merkt wie cool es doch ist, wie die Großen sein Geschäft zu machen.

Ansonsten läuft es bei uns gerade ganz wunderbar. Seit der OP haben wir kaum mehr Schnupfen oder sonstige Krankheiten bei ihm festgestellt. Er ist auch viel aufgeweckter und quatscht ganz wunderbar viel. Manchmal sagt er Dinge bei denen wir uns nicht erklären können, woher er das weiß oder wo er das aufgeschnappt hat. Und mal sagt er Dinge, bei denen wir nicht anders können, als in schallendes Gelächter auszubrechen 😀
Es ist einfach toll, wie positiv er sich verändert hat.

Außerdem hat der kleine Krümel letzte Woche eine Cousine bekommen und ich bin endlich Tante geworden ❤ Einfach wunderbar!

23 Mai

Eine Woche voller Sonnenschein (fast)

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Mein Sohn und ich haben eigentlich schon ein inniges Verhältnis zueinander. Manchmal ist Papa der Star des Tages, mal bin ich es. Anfangs bin ich damit gar nicht klar gekommen, dass es eben Tage bei ihm gibt, an denen mein Mann eher die Nummer Eins ist. Aber mittlerweile weiß ich, dass er das nicht böse meint. Es ist nunmal so.

Letzte Woche hatten der Krümel und ich Urlaub. Papa musste arbeiten und wir waren also alleine. Wir schliefen lange aus, kuschelten danach noch im elterlichen Ehebett, ehe wir aufgestanden sind und zusammen ausgedehnt frühstückten. So stelle ich mir Urlaub vor. An manchen Tagen unternahmen wir was zusammen und an manchen Tagen blieben wir daheim, malten und bastelten was oder spielten zusammen. Es war so relaxed und ich merkte richtig, wie wir beide noch ein Stück mehr zusammen wuchsen. Es war so schön und ich hätte am liebsten die Zeit angehalten. Leider haben wir im Alltag nämlich sehr wenig Zeit füreinander, was mich sehr traurig macht.

Gestern waren wir dann bei diesem traumhaften Wetter zusammen draußen unterwegs und holten uns die erste Farbe des Jahres. Krümel wurde natürlich braun und ich, wieder einmal, nur rot. Als wir wieder heim kamen, legte ich mich kurz aufs Sofa. Die Sonne hatte mich doch etwas geschlaucht. Mir fielen die Augen zu. Kurz vorm Einschlafen hörte ich dann Krümels Stimme: „Mama?“  – Ich reagierte nicht. Dann merkte ich wie er meine Hand streichelte und dabei sagte „Mausi?“ – Ich schlug die Augen auf und sah wie er mich besorgt ansah. Er ist so ein mitfühlender, lieber Junge, dass mir immer wieder das Herz aufgeht und ich ihn voller Bewunderung und Liebe in den Arm nehmen und drücken muss.

Wir waren die Woche auch zusammen auf dem Spielplatz. Wir buddelten gerade lustig im Sandkasten, als eine Mutter mit 2 Kindern ebenfalls auf dem Spielplatz eintraf. Die Mutter setzte sich auf die Bank, steckte sich die Stöpsel in die Ohren und starrte auf ihr Handy, während die beiden Kinder (ein Mädchen, ca. 6 Jahre alt und ein Junge, vermutlich 2 Jahre alt) sich ebenfalls im Sandkasten vergnügten. Mein Krümel fand die beiden Kinder interessant und bat mich, näher ranzugehen. Wir rückten also auf und da entdeckte er bei den Kindern ein Auto, mit dem sie im Sand spielten. Er fragte mich, ob er damit auch spielen dürfe und ich meinte: „Geh doch hin und frage nach.“ Erst traute er sich nicht recht, doch dann ging er auf die beiden zu und fragte „Darf auch mitspielen?“ – Das Mädchen meinte, dass sie hier noch was fertig bauen müsse, er dann aber mitspielen dürfe. Ich war begeistert darüber, wie lieb mein Krümel nun darauf wartete, dass das Mädchen ihm das Auto gab und sie zusammen nun im Sand spielten.

Mittlerweile machte der kleine Junge sich aus dem Staub und lief einem fahrenden Auto hinterher. Die Mutter, immer noch in ihr Handy vertieft, bekam davon nichts mit, obwohl der Junge schnurstraks an ihr vorbei marschierte. Die Tochter lief ihm dann hinterher und erst da reagierte die Mutter.
Kurz drauf beobachtete ich, wie der Junge etwas aus dem Sand nahm und es sich in den Mund steckte. Auch hier reagierte wieder das Mädchen als erstes und schrie: „Mama! Der hat was im Mund!“ – Die Mutter rannte auf den Knirps zu und lies ihn unter wildem Gezeter ausspucken. Es war eine Kippe und viel Sand, die der Kleine da im Mund hatte. Natürlich nicht gerade ideal, aber es wäre vermeidbar gewesen, wenn die Mutter sich mal zu den Kindern gesetzt hätte und nicht ständig in ihr Handy gestarrt hätte.

Jedenfalls bekam sie einen regelrechten Wutanfall. Sie schrie den Kleinen an und knallte ihm sogar eine. Wie blöd er denn sei und dass man so etwas doch nicht macht. Der Kleine weinte und die friedliche Stimmung war dahin. Sie riss ihn aus dem Sandkasten und sagte, er dürfe nie mehr auf den Spielplatz. Sie sagte auch er sei ein ganz böses Kind.

HALLO? Der Knirps ist grad mal 2 Jahre alt und sie behandelt ihn so unmöglich. Mal ehrlich: Mein Kind hat auch schon Mist in den Mund gesteckt und auch schon Blödsinn gemacht, aber so habe ich ihn gewiss noch nie behandelt. Das kann man auch liebevoller machen. Ich war schockiert über soviel… ich kann es gar nicht in Worte fassen… soviel Stumpfsinn. So ein dummes Verhalten von dieser Mutter. Kein Verständnis! Keine Erklärungen! Einfach nur rohe Gewalt und dummes Gelaber.

Mein Krümel sah mich erschrocken an und ich meinte dann, dass wir jetzt heim gehen. Und Krümelchen, der sonst immer Theater macht, weil er gerne auf dem Spielplatz bleiben mag, ging wortlos mit mir mit. Auf dem Weg nach Hause meinte er dann: „Frau ist böse“.  Ja, auch er ist so einen Umgang nicht gewohnt. Mir tun die Kinder wirklich leid… 🙁

19 Feb

Familie Krümel goes Instagram

Lange habe ich auf meinem privaten Instagram-Account Bilder und Dinge aus meinem Blog gepostet. Doch jetzt ist es Zeit, unserem schönen Familienblog einen eigenen Instagram-Account zu spendieren 🙂

Folge uns auf InstagramWir freuen uns auf viele liebe Follower und dadurch natürlich auch neue, aufregende Kontakte mit anderen Bloggern und ein engeres Verhältnis zu unseren Lesern.

Liebe Grüße von Familie Krümel <3

19 Nov

Umzug, neues Design und mehr vom Krümel

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Wie du sicher schon bemerkt hast, wenn du einen Blick in die Adresszeile deines Browsers wirfst, bin ich umgezogen. Komplett mit der Familie Krümel haben wir uns nun eine neue Domain zugelegt. Die alte Domain wird aber trotzdem noch aktiv sein und euch hier hin leiten 🙂
Bei der Gelegenheit habe ich gleich noch ein wenig am Design getüftelt und es angepasst. Wie findet ihr es? Ich mag es irgendwie. Vor allem muss ich bei diesem Design nun wieder zu jedem Beitrag ein Foto veröffentlichen. Beiträge mit Fotos sind doch gleich viel interessanter 😉 Ich würde mich freuen, wenn ihr meine Seite auf euren Seiten unter der neuen Domain verlinkt, sofern ihr uns schon als Link habt oder die Familie Krümel noch mit aufnehmen wollt.

Ich möchte auch in Zukunft wieder mehr bloggen. Es fehlt mir, meine Gedanken loszuwerden und mit euch zu teilen. Der Alltag ist eben meist zu stressig… Aber ihr kennt das ja.

Meine Schwester ist schwanger <3 Meine kleine süße Schwester. Ich bin in Freundentränen ausgebrochen, als ich das gehört habe. Seitdem bin ich voll im Babymodus. Es ist fast so, als wäre ich selbst nochmal schwanger 😀 Ich nähe wieder mehr (für das Baby) und denke eigentlich ständig an meine Schwester und das Kleine. Sie ist noch ganz am Anfang und wir hoffen und bangen natürlich, dass alles nach Plan läuft.
Bei uns dauert es noch, bis wir uns zu einem Geschwisterchen entschließen. Eigentlich haben wir in unserem Haus gar keinen rechten Platz für ein zweites Kind. Aber der Plan im Kopf steht schon. Dafür müssen wir etwas umbauen und umplanen. Aber eigentlich wollen wir schon ein Brüderchen oder Schwesterchen für unseren Krümel 😉 Aber für den Anfang ist es erstmal wichtig, dass die Grundlagen für die Zukunft gelegt sind. Heisst: ein fester Arbeitsvertrag für mich und eine Umschulung für meinen Mann. Ohne das wird es nicht gehen.

Der Krümel entwicklt sich übrigens ganz wunderbar. Er hat das mit dem Töpfchen gehen schon richtig gut raus und redet jeden Tag mehr. In der Kita haben sie allerdings gesagt, dass es immer noch zu wenig ist und er leider oft Unzusammenhängendes redet. Außerdem würde er sich immer mehr absondern und nur spielen, wenn die anderen Kinder auf ihn zukommen. Ich war ziemlich schockiert von dieser Aussage. Fand ich doch, dass er sich ganz toll entwickelt. Daheim redet er auch recht viel und wir verstehen ihn ganz gut. Jetzt wird er von einer Sprachlehrerin angeschaut und beobachtet. Danach werden wir ein Gespräch mit ihr führen.
Ich verstehe ja, dass man früh handeln muss, wenn man so etwas feststellt, aber irgendwie will ich nicht glauben, dass er hinterher hinkt 🙁 Er ist daheim so aufgeweckt und redet so viel.

Ansonsten bereite ich gerade den Adventskalender für den Krümel vor. Dieses Jahr spricht er sogar schon vom Weihnachtsmann und weiss wohl auch wer damit gemeint ist. Ich freue mich schon so auf die Vorweihnachtszeit und an seine leuchtenden Augen an Weihnachten. Ich freue mich schon auf das Kekse backen mit ihm, das Dekorieren und Schmücken des Hauses und des Weihnachtsbaums und auf das Lieder singen <3

 

08 Sep

In Lichtgeschwindigkeit durchs Leben

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Es gibt so Tage, da denke ich: „Ja ich sollte mal wieder meinen Blog updaten!“. Dann denke ich dran, dass viel zu viel passiert ist in letzter Zeit und dass ich das uuuunmöglich alles in einen Eintrag packen kann. Dann lasse ich den Eintrag wieder ruhen, bis sich bald von neuem mein schlechtes Gewissen meldet. Dann ist aber noch viiiiel mehr passiert und ich resigniere wieder.

Nun habe ich aber die Arschbacken zusammengekniffen und schreibe diesen Eintrag 🙂

Ich habe ja Anfang des Jahres meinen Job gekündigt. Es war einfach nicht mehr tragbar. Ich war psychisch so angeschlagen, dass ich ständig krank war. Ich berichtete in meinem letzten Eintrag darüber wie es mir die letzten Wochen ging.
Die neue Stelle ist toll. Es ist zwar etwas ganz anderes als das was ich vorher gemacht habe, aber ich bin gut in dem was ich hier tue und wachse immer mehr ins Team hinein. Das tut mir gut und beflügelt mich. Die Strecke zur Arbeit ist nur noch halb so lang wie vorher und ich habe nette Kollegen… was will man mehr?

Im Juli haben mein langjähriger Lebensgefährte und ich endlich nach 13 Jahren den Sprung in die Ehe gewagt. Es war ein schönes Fest und sehr romantisch. Unsere Familie und Freunde hatten so tolle Überraschungen für uns geplant. Es war wirklich toll und wird uns ewig in Erinnerung bleiben.

Der Krümel wird immer größer und hält uns ganz schön auf Trab. Mittlerweile ist er 2,5 Jahre alt und die Anmeldung für den Regelkindergarten ist auch schon ausgefüllt. Die Zeit rast und mir geht das alles viel zu schnell. Er lernt so viel. Fast täglich kommen neue Worte und Fertigkeiten hinzu. Es ist schön, dass alles mit anzusehen auch wenn es mir schwer fällt. Krümel ist eben immer noch mein Baby.

Er will viel vorgelesen bekommen und interessiert sich sehr für Autos. Eigentlich interessiert er sich für alles, was Räder hat. Beim Vorlesen gibt es momentan nur 3 Geschichten, die er immer und immer wieder hören möchte. Die Bärengeschichte, die Hasi-Schlaf-gut-Geschichte und die Geschichte in der Charly Langohr die Wüste erforscht.

Der Krümel hat seinen eigenen (Dick-)Kopf und sagt einem ganz genau, was er will und was nicht. Er macht ab und zu Theater beim Einkaufen im Supermarkt und wenn er beim Frühstücken trödelt und man dann irgendwann den Tisch genervt abräumt, weil er wieder einmal aufgestanden ist um ein Auto zu holen… dann wird man aus tin Tränen schwimmenden Augen angeblickt, als hätte man soeben sein Todesurteil unterschrieben.

Mein Krümelchen versucht immer mehr auf Töpfchen zu gehen. Gerade im Sommer war es einfach, ihn ohne Hose und Windel herum laufen zu lassen. Es ging immer mal etwas daneben, aber im Großen und Ganzen hatte er seine Blase gut im Griff und wusste, wann es los geht und dass er schnell zu seinem Töpfchen rennen muss. Einmal verlor er ein paar Tropfen, als wir gerade total vertieft ins Spiel waren. Dann sagte er „oh oh“, hielt an, lief zum Töpfchen und strullerte dann weiter.

Seit ein paar Wochen kann man auch richtig mit dem Krümel diskutieren. Er erzählt und gibt Antworten und manchmal fragt man sich wirklich, wo er dieses oder jenes Wort aufgeschnappt hat.  Es macht unheimlich Spaß zu sehen wie sich seine eigene Mimik auf dem kleinen Gesichtchen widerspiegelt. „Das hat er von dir“ ist momentan in unserem Haushalt ziemlich oft zu hören.

Leider ist unser Krümel aber auch ab und zu in Schläger-Laune. Er haut dann um sich, meist wenn er sich nicht richtig verständigen kann oder ihm etwas überhaupt nicht in den Kram passt. Ich bin schon dazu übergegangen, ihn dann stehen zu lassen. Das wirkt am besten. Denn ihm erklären, warum er das nicht darf und dass das weh tut, bringt leider gar nichts. Er lacht dann frech und haut kackendreist lachend einfach nochmal zu.

Es stimmt schon, wenn es heisst: „Kleine Kinder – kleine Sorgen! Große Kinder – große Sorgen!“

In den nächsten Tagen wird es übrigens noch ein Gewinnspiel auf meinem Blog geben. Also: DRANBLEIBEN! 🙂

21 Mai

Status-Update Mai

Die Tage verfliegen nur so und ich denke fast jeden Tag daran, dass ich meinen geliebten Blog nicht verkümmern lassen möchte. Trotzdem schaffe ich es einfach nicht, mal wieder etwas Vernüftiges zu schreiben.
Immerhin will Frau ja auch nicht nur Belangloses von sich geben 😉

Es hat sich bei uns viel getan. Mein Mann ist seit einigen Monaten aufgrund seiner Krankheit (beidsetiges Carpaltunnelsyndrom mit mehrfacher OP und mittlerweile keinen Heilungschancen mehr) daheim und wird nun ab nächster Woche zur 2-wöchigen Berufsfindung in den Schwarzwald gehen. Danach wird er sich hoffentlich für einen Beruf entscheiden und dann eine Umschulung beginnen.
Somit sind unsere Rollen momentan vertauscht. Ich gehe arbeiten und verdiene das Geld und er ist daheim und kümmert sich Nachmittags um den Krümel und, wenn ich Glück habe, auch um den Haushalt 😉

Es ist momentan wirklich schwierig, denn auch ich arbeite „nur“ 35 Stunden und das Geld ist knapp. Auch deshalb habe ich mein Gewerbe wiederaufleben lassen. Schon vor der Schwangerschaft war ich ja neben meinem Hauptberuf selbständig, habe es dann aber aufgrund der Elternzeit erst mal auf Eis gelegt. Ich wurde oft gefragt, ob ich nicht dies oder das nähen könnte und musste leider immer verneinen, denn ohne Gewerbeschein war mir das zu heikel. Jetzt allerdings habe ich einen Dawanda-Shop eröffnet und biete da… auch nichts Genähtes an 😀
WARUM? Weil man meiner Meinung nach zu wenig verdient mit dem Nähen. Die Leute wollen die Preise, die man nun mal verlangen muss für handgenähte Sachen, nicht bezahlen. Und man selbst will ja auch noch etwas verdienen. Deswegen kann ich keinen Strampler für 10€ anbieten, wenn ich selbst 1 Std. dran sitze um ihn zu schneiden und zu nähen und dann noch die Materialkosten mit einrechnen soll. Da bleibt nichts übrig. Ganz im Gegenteil: Man zahlt noch drauf!

Also biete ich andere schöne Dinge auf meinem Shop an. Ohrstecker, Ketten, Anhänger und (dank meiner Ausbildung als Mediendesignerin) individuelle Filofax-Kalendereinlagen. Aber schaut doch einfach mal vorbei: www.kreativissimo.com. Und über Likes auf meiner Facebook-Seite würde ich mich auch riesig freuen: www.facebook.com/kreativissimo

Unserem Krümel geht es übrigens sehr gut. Er bekommt gerade 4 Zähne auf einmal, steckt es aber relativ gut weg. Den Fragebogen unseres Kinderarztes haben wir übrigens nicht abgegeben. Wir haben auch nicht gegen die Meningokokken impfen lassen, weil sie wohl sehr schlecht vertragen wird und die Gefahr, dass er dadurch im schlimmsten Fall Lähmungen davon tragen wird, will ich wirklich nicht eingehen. Außerdem soll die Wirkung der Impfung ja nicht sehr sicher sein und es gibt keine Langzeitstudien über die Nebenwirkungen.

In der Kita geht es ihm auch total gut. Er hat sich wunderbar integriert und spielt gerne mit den anderen Kindern. Sobald er in der Kita ankommt, scharen sich die Mädels um ihn 😀 Ich glaube er wird mal ein richtiger Frauen-Magnet. Die Erzieherinnen meinten, er sei ein so friedliches und liebes Kind und betonen das immer wieder meinem Mann gegenüber, der ihn ja hinbringt und auch wieder abholt. Und er würde sich wohl oft auch mal zurück ziehen, wenn es ihm zu laut sei und er dann zuviel hat. Dann würde er in die Ecke sitzen und für sich alleine spielen. Das beobachten wir daheim auch oft. Scheinbar ist das aber kein schlechtes Zeichen, versichern uns immer wieder die Erzieherinnen.

Der Krümel ist alles in allem ein fröhliches Kind und hat meist ein so schelmisches Grinsen im Gesicht, dass man sich gut vorstellen kann, was für ein Lausbub er mal wird. Letztens habe ich ihn erwischt wie er mit beiden Händen bis zum Ellenbogen in meinem Overnight Oats Glas mit Rest steckte (Overnight Oats sind Haftflocken über Nacht in Joghurt und Obst eingeweicht). Als ich dann um die Ecke kam, es sah und lachte, nahm er die Hände aus dem Glas und rannte lachend und völlig verschmiert auf mich zu, die Arme nach mir ausgestreckt. Und ich rannte davon, weil ich eben keine Lust hatte, meine Kleidung auch noch zu waschen. Es war so witzig! 😀

Seit der Krümel bei uns ist, ist im Allgemeinen alles viel witziger geworden. Wir lachen mehr und scherzen viel. Wir sehen nicht mehr alles so eng. Wenn es eine Sauerei gibt, dann wischen wir es eben weg. Mit Kind kann man nichts planen und das ist auch gut so 🙂

30 Apr

Mich hat das Filofaxing-Fieber gepackt

Ja ich lebe noch! Ich bin ganz ehrlich: Mir fehlt momentan einfach die Zeit zum Bloggen. Aber ich gelobe Besserung 🙂

Nun, was ist passiert in der letzten Zeit? Ich habe meine Leidenschaft zum Filofaxing entdeckt. Ich plane ja schon seit jeher gerne mit ToDo-Listen und organisiere meine Mahlzeiten Woche für Woche… Aber seit ich mir einen Filofax zugelegt habe, geht das noch viel einfacher und es macht richtig Spaß, das Teil zu dekorieren und zu bekleben, zu bemalen und und und.

Für alle die mit dem Begriff „Filofax“ nichts anfangen können: Es ist eigentlich „nur“ ein Kalender, der dank seiner Ringbuchmechanik eine eigene Ordnung zulässt. Man kann also Dinge einheften und umsortieren. Es gibt keine strenge Ordnung, nach der der Kalender funktioniert. Manche verwenden ihn rein als Organizer, die Anderen nutzen ihn als Tagebuch oder als Gewichtstracker, für die Arbeit oder oder oder. Ich habe in meiner kurzen Filofax-Zeit so einige Verwendungsmöglichkeiten kennengelernt.
Meinen eigenen Filo verwende ich übrigens als Kalender, Urlaubsplaner, Mahlzeiten-Planer und für massig ToDo-Listen. Was soll ich sagen… ? Ich liebe ihn einfach!

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Ich kann euch gerne in nächster Zeit mehr darüber berichten. Immerhin gibt es eine riesige Filofax-Fangruppe, die alle mindestens genauso bescheuert sind und ihren Filo überall hin mitschleppen, mit Washi-Tape und Stickern bekleben und ihn heiss und innig lieben.

Ansonsten bin ich immer noch bei Weight Watchers dabei und verliere weiterhin Pfündchen. Sehr langsam zwar, aber immerhin die Richtung stimmt. 6,5 Kg sind schon runter, aber seit Ostern ist der Wurm drin. Die ganze Schokolade, die hier noch rumliegt und nicht weniger wird, weil immer, wenn ich glaube sie komplett vernichtet zu haben, irgendwer ankommt und mir neue Osterhasen oder Schoko-Eier schenkt. Ja das macht es auch nicht besser. Ich hoffe, dass ich diesen Durchhänger nur vorübergehend habe und ihn bald überwunden habe.

Dem Krümel geht es übrigens hervorragend. Seine Bindehautentzündung ist weg, dafür hatte erst ich sie und dann der Opa. Und auch sein Schnupfen scheint (toi toi toi) wieder weg zu sein. Mal sehen wie lange.
Er läuft und babbelt immer zu vor sich hin. Es ist eine wahre Freude ihm dabei zuzusehen. Manchmal komme ich von der Arbeit heim und finde, dass er sich scheinbar über Nacht verändert hat. Er kann dann plötzlich was neues und macht z.B. ein lustiges Gesicht um mich zum lachen zu bringen. Manchmal liegen mein Mann und ich vor lachen fast unterm Tisch, weil er einfach so süß sein kann. Er gibt auch immer öfter Küsschen. Das ist dann eigentlich ein reines Geschlabber und es ist viel Zunge mit dabei. Aber es ist einfach zu herzig. Und seit neustem sagt er auch immer „Nain“. Dabei schüttelt er ganz energisch den Kopf, dass die Haare nur so fliegen 🙂

In der Kita hat der Krümel sich übrigens gut eingelebt. Er ist jetzt nicht mehr der Jüngste und integriert sich ganz gut in die Gruppe. Die Erzieherinnen haben nichts zu bemängeln und er lernt schnell in der Kita, habe ich das Gefühl. Er geht auch sofort rein und spielt mit den anderen Kindern. Am liebsten ja mit den Rabaukenjungs, die ihm nur Blödsinn beibringen. Er interessiert sich sehr für das Feuerwehrauto und Autos im Allgemeinen. Auch daheim hat er schon eine beachtliche Sammlung an Matchbox-Autos und Co. 🙂

Vor ein paar Wochen habe ich meinem Mann ein Video von mir für den Krümel aufs Handy geschickt, als ich gerade beim Arbeiten an ihn denken musste. Dabei sehe ich direkt in die Kamera und sage: „Hallo mein Hase. Wie geht es dir? Die Mami hat dich gaaaanz doll lieb“ – Dann küsse ich in die Kamera. Seit der Krümel weiß, dass dieses Video vorhanden ist, will er es immer und immer wieder sehen. Er bringt dann das Handy zum Papa und zeigt ihm ganz genau, dass er jetzt dieses Video sehen will. Dann lächelt und strahlt er. Und manchmal schmust er dann sogar mit Papas Handy <3

Ich liebe ihn so sehr, dass ich manchmal regelrecht Angst habe, dass mein Herz dabei zerspringt. So voller Liebe ist es für dieses kleine Kerlchen… MEIN kleines Herzenskind <3

01 Mrz

Und plötzlich will er ganz viel kuscheln

Am Montag brachte ich meinen, leider erkälteten, Krümel in die Kita. Er war die letzten Tage auch mit Erkältung in der Kita gewesen, da er eigentlich ganz gut drauf war und nur die Nase lief und er ein bisschen hustete. An diesem Montag rief mich dann aber die Erzieherin 2 Std später an und bat mich, ihn vorzeitig abzuholen. Er hatte wohl nur geweint und auch nichts gegessen. Dabei war am morgen aber noch alles ok.
Daheim lies er sich allerdings auch nicht beruhigen. Er weinte und schrie wie verrückt. Ich tippte auf Zahnweh und gab ihm Globuli, rieb seine Wangen mit Zahn-Öl ein und wartete. Aber es wurde nicht besser. Also verabreichte ich ihm ein Zäpfchen und ging mit ihm spazieren um ihn ein wenig abzulenken. Dabei schlief er dann friedlich ein und ich hatte Hoffnung, dass er einfach nur müde war.

Als er dann auf wieder erwachte, war er recht gut drauf und lachte sogar. Das hielt allerdings nicht lange an. Kurz darauf fing er wieder an zu brüllen und ich wusste, dass seine gute Laune wohl nur vom Zäpfchen gekommen war, was jetzt so langsam seine Wirkung verlor. Er tat mir unendlich leid, denn damit war für mich klar, dass er wohl Schmerzen haben musste. Gegen 15 Uhr war ich mit meinem Latein und meinen Nerven dann am Ende. Ich rief beim Arzt an und man riet mir, ihm ein weiteres Zäpfchen zu geben und in einer Stunde nochmal anzurufen.

Nach diesem Zäpfchen hing er nur schwach auf meinem Arm und starrte ins Leere. Es war schrecklich ihn so zu sehen. Trinken wollte er den ganzen Tag schon nicht recht und er wurde immer wärmer. Eine Stunde später bat mich dann der Arzt vorbei zu schauen. Er untersuchte ihn kurz, hörte ihn ab und schaute in seine Ohren. Seiner Meinung nach sei alles ok und ich sollte dem Krümel Nasentropfen geben und wenn es in 3-4 Tagen nicht besser sei, mich nochmal melden.
Ehrlich gesagt war ich stinksauer darüber, dass der Arzt das nicht ernster nahm. Immerhin hatte mein Kind Schmerzen und trank nichts.

Daheim bekam ich dann ein bisschen Wasser in den Krümel und war froh, dass er wenigstens ein wenig trank. Um 17 Uhr war mein armer Krümel dann so müde, dass ich ihn ins Bett brachte. Er schlief auch gleich ein. Um 22 Uhr war er allerdings wieder wach und als ich nach ihm sah, glühte er. Er hatte 39,1 Fieber. Ich erschrak als ich ihn sah: rote, fiebrige Wangen und glasige Augen. Was verdammt hatte er? Ich zog ihm seinen Schlafsack aus und gab ihm noch ein Zäpfchen. Und er trank gierig eine ganze Flasche Wasser. Wenigstens das…
Eine Stunde später war das Fieber auf 38,4 gesunken und er kuschelte sich ganz eng an mich. Ich nahm meinen kleinen Schatz zu mir ins Bett um ihn wenn nötig nachts besser kontrollieren zu können. Im Bett drückte sich ganz fest an mich…. Als wolle er in mich hinein kriechen. Es war so eine schöne, wenn auch traurige, Situation. Ihn so nah bei mir zu haben, trieb mir die Tränen in die Augen. Er kuschelt sonst ja auch gern, aber so wie in dieser Nacht hatte ich ihn noch nicht erlebt. Es war ein intensives und unbeschreiblich schönes Gefühl. Allerdings schwitzte er fürchterlich und wühlte sich immer durch die Kissen. Weder er noch ich konnten so schlafen. Also brachte ich ihn 2 Stunden später in sein eigenes Bett.

Am nächsten Tag war es etwas besser, aber er war immer noch sehr schlapp, schlief viel und aß sehr schlecht. Hauptsache war aber, dass mein Krümel genug trank. Die Temperatur blieb im Norm-Bereich und tags drauf war er schon fast wieder der Alte.
Am Donnerstag kam dann der absolute Hammer: er lief frei auf mich zu! Ja laufen übte er ja schon lange. Allerdings immer mit festhalten, entweder an mir oder an Möbeln. Aber plötzlich lief er. Völlig ohne Vorwarnung 😀 ich saß auf dem Boden und spielte mit ihm. Er stand am Couchtisch und strahlte mich an, breitete seine Ärmchen aus und lief 3-4 Schritte auf mich zu. Da gingen die Gefühle mit mir durch. Ich lag da auf dem Boden, hielt meinen Sohn im Arm und heulte wie ein kleines Kind. Die Anspannung der letzten Tage fiel von mir ab, vermischt mit der Freude über das eben Geschehene und der Erkenntnis, dass mein Baby nun immer schneller zum Kleinkind wird.

Seitdem kann man den Krümel kaum noch stoppen. Er will am liebsten nur noch laufen und wird von mal zu mal sicherer. Ok… Er handelt sich damit blaue Flecken ein und fällt oft hin, aber er übt verbissen 🙂

Mein kleiner Held… Ich liebe Dich <3

30 Dez

Ade 2013 – Hallo 2014

Jetzt ist es vorbei. Das Jahr in dem soviel passiert ist. Das Jahr, dass trotz Unglückszahl, die größte und schönste Veränderung in mein Leben gebracht hat: Unseren Sohn!
Es war so ein schönes Jahr. Wir haben gelacht und viel entdeckt. Der Krümel hat soviel gelernt. Er lag vor 3 Monaten nur herum. Dann fing er an zu sitzen, vom einen Tag auf den anderen. Seitdem ging es Schlag auf Schlag. Er krabbelt, steht, und das sogar schon frei, und es ist abzusehen, dass er bald laufen wird. Der Krümel hält uns auf Trab 🙂 aber es ist wunderschöner Stress. Er entdeckt die Welt, will überall die Nase rein stecken und alles in den Mund nehmen. Letztens saß er auf dem Boden, mit dem Gesicht, dem Mund und den Händen voller Erde und strahlte uns an. Er hatte im Blumentopf gewühlt. Ja manchmal sind es schon nervenaufreibend und man fragt sich wie das alles noch werden wird, wenn er dann läuft und man ihn keine Sekunde mehr aus den Augen lassen kann. Aber ich freue mich auch auf die Zeit die noch kommen wird… natürlich!

Das neue Jahr wird sicher wunderbar, da bin ich ganz sicher. Aber es wird auch einige Veränderungen mit sich bringen. Wir werden uns nicht mehr so oft sehen, denn der Krümel wird in die Kita kommen und ich werde wieder arbeiten müssen. Das bedeutet weniger Zeit für uns. Wenn er Neues lernt werde ich das nicht als erstes erfahren. Und Abends werden wir höchstens 3 Stunden zusammen verbringen. Es macht mich fertig, um ehrlich zu sein. Er wird mir unendlich fehlen. Allein bei dem Gedanken daran zieht sich mir der Magen zusammen und ich würde am liebsten weinen. Aber es bleibt uns nichts anderes übrig. Leider…

Weihnachten war übrigens richtig toll. Der Krümel und ich waren am heiligen Abend morgens bei meiner Familie. Wir haben schön gefrühstückt und eine Bescherung gemacht. Danach haben wir uns alte Dias angeschaut, die ich seit vielen vielen Jahren nicht mehr gesehen habe. Ich konnte mich teils auch gar nicht mehr daran erinnern. Es war schön und so tränenreich.
Abends waren wir dann zur Bescherung bei den Eltern meines Mannes. Da hat sich der Krümel dann am meisten an einem blauen Geschenkband erfreut. Ich denke nächstes Jahr wird Weihnachten für ihn intensiver…

Ich wünsche meinen Lesern einen schönen Start ins neue Jahr und schicke viel Gesundheit und Liebe mit auf den Weg!