04 Mai

U7a

Wir hatten heute die U7a. Im Vorfeld habe ich mir große Gedanken darüber gemacht, weil die Erzieherin unseres Krümels ja meinte, er sei etwas „zurückgeblieben“, um es mal salopp auszudrücken. Natürlich macht man sich als Mutter da seine Gedanken. Um ehrlich zu sein, hat es mich wahnsinnig runtergezogen. Für mich war mein Sohn „normal“ und dann wird man so aus der Bahn geworfen. Und nach deren Aussage sollte er im SPZ (Sozialpädiatrischen Zentrum) einen Termin bekommen.

Also war ich besonders gespannt darauf, was heute unser Kinderarzt dazu sagen würde. Erst wurde mit unserem Krümel gespielt. Bausteine aufeinander stapeln, nach Farben sortieren und aus verschiedenen Karten mit Motiven die Dinge heraussuchen, die man essen kann und so weiter. Dann kamen Puzzle dran, die er ebenfalls mit Bravur meisterte. Es wurden Fragen gestellt, wie z.B. „Welches Tier lebt im Wasser?“ – „Katze und Hund“ meinte er dann. Oder „Welches Tier fliegt am Himmel?“ – „Die Sonne“ und „Was frisst die Kuh?“ – „Eis“. Das lief also nicht so gut. Dafür wurde aber seine Aussprache gelobt. Auch das Malen lief nicht so dolle. Da haben wir also noch Nachholbedarf.

Dann wurde ein Sehtest gemacht, den er total gut absolvierte und auch das räumliche Sehen war sehr gut. Farbenblindheit wurde ebenfalls ausgeschlossen. Alles Dinge, die uns von der Kita vorgeworfen wurden. Die Assistentin, die die spielerischen Tests mit Krümelchen machte, meinte irgendwann zwischendrin: „Es grenzt schon an Frechheit, dass man Sie an das SPZ verwiesen hat.“. Das trieb mir dann schon die Tränen in die Augen. Endlich jemand, der mir bestätigten, dass mein Kind vollkommen normal ist.

Die Untersuchung durch den Kinderarzt lief leider gar nicht so gut. Der Krümel machte wie immer dicht und wollte sich partout nicht ausziehen lassen. Sicherlich noch ein Überbleibsel von dem Erlebnis im Krankenhaus vor kurzem. Aber es war ok. Der Arzt durfte ihm wenigstens in die Ohren schauen und das war auch gut so.

Leider hat sich das mit dem Windelfrei auch erst mal erledigt, denn seit einigen Tagen macht klein Krümel wieder vermehrt in die Hose. Er stand sogar letztens neben mir, grinste mich an und lies laufen. Und das obwohl ich ihn keine Minute davor gefragt habe, ob er aufs Töpfchen muss. Aber ich mache ihm keinen Druck. Er bekommt dann eben wieder Windel, wenn er sie möchte. Es kann auch nicht alles von jetzt auf gleich passieren und klappen. Rom wurde schließlich auch nicht an einem Tag erbaut.

Ich wünsche euch allein einen wunderschönen Vatertag & einen noch schöneren Muttertag <3

 

08 Feb

Sprachprobleme

Eins vorweg: Ich vergleiche mein Kind nicht mit anderen Kindern in seinem Alter.
Es fing damit an, dass ich, wie so oft, in der Kita nachgefragt hatte, wie sich mein Krümelchen macht. Ab und zu bekam ich dann Feedback zu seinem Gemütszustand. Doch vor einigen Monaten meinte dann die Erzieherin, dass sie sich aufgrund seiner sprachlichen Defizite Sorgen macht. Das war neu! Ich hatte zwar das Gefühl, dass er zwar wenig spricht, es sich aber kontinuierlich weiterentwicklt. Die Erzieherin schlug also vor, dass eine Grundschullehrerin, die freiberuflich in Kindergärten nach der Sprache der Kinder schaut, sich meinen Krümel mal anschaut. Ich besprach das mit Papa Krümel und wir entschieden uns dafür. Immerhin wollten wir beide nur das Beste für ihn.

Einige Monate lang wurde unser Kind also nun von dieser Lehrerin beobachtet und auch, wie wir später erfuhren, aus der Gruppe genommen um sich mit ihm in einem extra Raum zu beschäftigen. Dann wurden wir letzte Woche zu einem Gespräch gebeten. Sie meinte, dass unser Krümel immer noch in der dritten Form von sich spricht und einige Worte noch falsch ausspricht (Flieger – Gieger, Trinken – dinka, usw.). Außerdem hätte sie das Gefühl, dass er schlecht hört oder die Worte vom Ohr nicht im Gehirn ankommen. Farben könnte er auch nicht und Puzzlen auch nicht, weshalb sie von einer Sehschwäche ausgingen. Und neue Situationen würden ihn völlig aus der Bahn werfen (wundert mich nicht; immerhin ist er noch nicht mal drei).

Mein Mann reagierte leicht gereizt bei dem Gespräch, aber ich machte mir Sorgen. Uns wurde vorgeschlagen in einem Sozialpädiatrischen Zentrum seine Sinne überprüfen zu lassen. Wir entgegneten, dass wir in 2 Tagen erst einmal einen Termin beim HNO mit ihm haben und diesen Termin erst einmal abwarten wollten. Den Termin hatten wir schon länger gemacht, da wir bemerkten, dass sein Mund immer offen steht.

Deprimiert (ich) und ein wenig wütend (Papa Krümel) gingen wir nach Hause. Ich zweifelte an mir selbst. Hatte ich genug mit ihm gesprochen, ihn genug gefördert? Was könnte ich noch tun, um ihm zu helfen? Was ist, wenn er wirklich Probleme beim Verarbeiten der Worte hatte? Wenn die Leitung zwischen Ohr und Gehirn wirklich gestört war? In meinem Kopf drehten sich die Fragen und Anschuldigungen um sich selbst…

2 Tage später erhielten wir dann nach dem Besuch beim HNO die Diagnose „Paukenerguss und Polypen“ und einen Termin zur OP im April. Das zog mir erst einmal den Boden unter den Füßen weg. Ich brach weinend zusammen. Mein Baby wird operiert. Er ist doch noch so klein! Sowas sollte ein Kind nicht mitmachen müssen!
Mein Mann war mit Krümel beim HNO gewesen. Der Arzt hat wohl sehr viel Schmalz aus seinen Ohren geholt und gesagt, dass er auf einer Seite fast gar nichts mehr gehörz haben muss. Diese Überproduktion des Ohrenschmalzes hat er wohl von mir geerbt. Ich habe damit auch schon immer zu kämpfen. Auch wegen meines kleinen Gehörgangs gestaltet sich das immer recht schwierig.

Seit dem Besuch geht es allerdings bergauf. Wir haben alle das Gefühl, dass der Krümel ein wenig fröhlicher und offener geworden ist. Er singt viel und sein Wortschatz wächst merklich. Nicht auszudenken, was nach der OP passiert. Sicherlich wird sich dann seine Sprache verbessern. Und um die restlichen Dinge kümmern wir uns dann danach. Ich habe es mir nämlich nicht nehmen lassen und jetzt auch 2 Puzzle für ihn gekauft. Und ich kann es nicht nachvollziehen, dass die Erzieher meinen, er sehe schlecht. Er kann das Puzzleteil super einpassen und auch sonst sieht er teils Dinge die ich nicht mal wahrnehme. Kleinste Teilchen werden von ihm vom Boden aufgelesen und mir präsentiert. Und wir üben nun fleissig Farben, damit das auch bald nicht mehr zur Diskussion steht.

Schade ist nur, dass heutzutage ein Kind in eine Schablone passen muss. Es muss zu diesem und diesem Alter dies und das können, ansonsten ist es zurückgeblieben. Dass mein Sohn aber ab und zu einfach keinen Bock hat, Männchen zu machen und sich dann einfach weigert, daran denkt keiner. Er ist motorisch so fit und fährt in seinem jungen Alter sogar schon super Roller. Wenn es etwas zu werkeln gibt, ist er ganz vorn mit dabei. Natürlich war es gut, dass wir nun erfahren haben, wo Defizite sind, aber dennoch will ich nun nichts überstürzen und ihn von einem Arzt zum Nächsten schleppen. Das ist für eine Kinderseele auch nicht gerade förderlich.

13 Okt

Myroreflextherapie

Kurz vor der Hochzeit meiner kleinen Schwester, also Mitte August, fing es an. Erst ganz langsam und harmlos, mit Stechen in den Füßen beim Aufstehen am Morgen. Dann fingen die Fingerspitzen an einzuschlafen und am Vortag der Hochzeit konnte ich kaum mehr stehen, weil mir die Füsse so extrem kribbelten. Woher das kam, konnte ich mir nicht erklären. Einen Nerv eingeklemmt vielleicht?

Ich ging zum Hausarzt, der mir am Rücken rum drückte und meinte, dass es der Ischias sei. Er gab mir fiese Tabletten, die gegen Entzündungen helfen sollten. Außerdem nahm er mir Blut und stellte hohe Entzündungswerte fest. Diabetes hatte ich übrigens auch testen lassen. Da war aber alles soweit ok. Von diesen fiesen Tabletten bekam ich richtig gemeine Bauchschmerzen und Durchfall. Also setzte ich sie nach 1 Woche Quälerei wieder ab. Immerhin halfen sie ja eh nicht.

Als meine Finger langsam taub wurden, machte ich mir richtig Sorgen. Auch bekam ich einen komischen Druckschmerz unterhalb des rechten Rippenbogens, der sich wellenförmig ausbreitete. Mein Hausarzt schickte mich mit dem Verdacht auf Leberschmerzen zum Internisten, der aber nichts fand und mich wieder heim schickte. Ein paar Tage drauf bekam ich dann noch ein extremes Stechen im Kopf… immer an der selben Stelle. Es war als würde man mir ein Messer in den Schädel bohren. Langsam war ich am Verzweifeln und machte einen Termin beim Orthopäden. Irgendwoher musste das doch alles kommen!

Ich wurde 6x geröntgt und es wurde festgestellt, dass meine Wirbel ok sind und auch kein erkennbarer Schaden an den Bandscheiben vorliegt, aber meine Halswirbel seien sehr steil und das sei auf verspannte Muskeln zurück zu führen, die mir wahrscheinlich die Nerven abklemmen. Daher auch meine ganzen Beschwerden. Es wurde mir die Myroreflextherapie empfohlen. Ich stand dem Ganzen anfangs sehr skeptisch gegenüber und informierte mich erst einmal online. Bei der Myroreflextherapie wird Druck auf die verspannten Muskeln ausgeübt. Und zwar so lange bis die Muskeln nachgeben und sich entspannen. „Klingt interessant und ist einen Versuch wert“ dachte ich.

Die erste Behandlung war sehr schmerzhaft… ok! Eigentlich waren alle Behandlungen bisher schmerzhaft 😀 Aber der Erfolg entschädigt auf jeden Fall und lässt den Schmerz vergessen. Ich habe bisher 3 Behandlungen hinter mir und es ging mir von mal zu mal besser. Ich kann sagen, dass ich fast ohne Symptome bin. Die Finger der linken Hand sind noch etwas „anders“ als die Rechten, aber ich denke, dass sich das in den nächsten 3 Behandlungen sicher komplett legt. Alles andere ist verschwunden. Und mir geht es richtig gut. Ich habe sogar das Gefühl, dass meine Haltung besser geworden ist. Also ich kann die Myroreflextherapie wirklich jedem empfehlen, der ähnliche Probleme wie ich hat(te).

10 Apr

Das leidige Thema: Impfen!

Ein Mist jagt bei uns momentan den nächsten… Jetzt hat unser Krümel eine Bindehautentzündung. Ganz dick geschwollene und eitrige Augen. Dazu hat er, wieder einmal, eine Erkältung. Er tut mir so leid. Ich weiß gar nicht wie ich ihn schützen soll davor. Es bringt mich an den Rand der Verzweiflung.

Einen Arztwechsel haben wir übrigens versucht, allerdings nimmt hier im Ort kein Arzt mehr Kinder auf, außer eben Neugeborene. Auch unsere Krankenkasse konnte nicht vermitteln. Also bleibt uns wohl oder übel nichts anderes übrig, als bei diesem Arzt zu bleiben. Den Fragebogen habe ich immer noch nicht ausgefüllt und ich weiß auch ehrlich gesagt nicht, ob ich das noch tun werde. Egal wen ich gefragt habe, von einem solchen Fragebogen hat noch niemand etwas gehört.

Ich überlege allerdings, zu einem Homöopathen zu wechseln. Unsere Krankenkasse unterstützt das zum größten Teil. Den ganzen Impfungen stehe ich immer noch sehr skeptisch gegenüber. Auch glaube ich, dass die Bindehautentzündung eine Nebenwirkung der letzten MMR Impfung sein könnte. Ich habe da ein wenig im Web recherchiert und es ist wohl kein Einzelfall. Ich denke ich werde die zweite Impfung nicht machen lassen. Wenn man dem glauben kann, was im Web so geschrieben steht, dann ist die zweite MMR Impfung auch gar keine Auffrischung oder Ergänzung zur ersten. Sondern nur, um sicher zu gehen, falls die erste nicht greift. Es gibt wohl eine 5%ige „Fehlerrate“ bei der MMR. Das gibt mir doch zu denken. Da knallt man den Kleinen einfach 2x die volle Dosis rein, nur um sicher zu sein, dass es auch wirkt.

Die ganze Impferei geht mir wirklich an die Nieren. Man weiß nicht, was richtig und was falsch ist. Die Nebenwirkungen sind nicht ganz ohne und man ist leicht überfordert, wenn das Kind wirklich auf die Nebenwirkungen reagiert. Und wenn einem dann noch der Arzt nicht unterstützend zur Seite steht, dann ist es erst recht ziemlich bescheiden.

Vielleicht versuche ich es doch mal mit dem Homöopath. Das kann ich ja immernoch nebeneinander laufen lassen. Heisst ja nicht, dass ich mich für das eine oder das andere entscheiden muss, oder?

04 Apr

U6 und der Fragebogen des Grauens!

Ich rege mich ja schon länger über unseren Kinderarzt auf. Erst die Sache mit dem erzwungenen Impfen, dann die teils dummen Sprüche und nun kam es bei der U6 wieder zu einem Vorfall:

Mein Krümel läuft bereits sehr gut. Auch finde ich, dass er mit der Entwicklung nicht hinterher hinkt. Ganz im Gegenteil. Bei der U6 wurde auch nichts dementsprechendes festgestellt. Ich fragte den Arzt dann aber trotzdem, ob alles in Ordnung sei. Er meinte dann, dass ihm am Herzen liegen würde, dass der Krümel mehr Ansprache bekommt. Ich solle ihn keinenfalls vor dem Fernseher parken (was ich definitiv nicht tue; vor allem interessiert sich Krümelchen auch nicht sonderlich für die Flimmerkiste) und ich solle ihn am besten von morgens bis Abends vollquatschen.

Dann gab er mir einen mehrseitigen Fragebogen, den ich bis in 4 Wochen ausgefüllt wieder bringen solle. Darin sind Fragen enthalten, wie z.B. ob das Kind Wörter versteht oder versteht und spricht. Die Motorikfragen machen mir ja kein Kopfzerbrechen, aber die Sprachfragen kann ich nicht nachvollziehen. Der Krümel ist nicht mal 13 Monate alt und da soll er schon Wörter wie „Apfel“, „Auto“, „Badewanne“ sprechen? Und wie soll ich herausfinden, ob er versteht was ich meine wenn ich „Apfel“ sage? Natürlich gibt es Dinge die er versteht. Dann merke ich an seiner Reaktion z.B. dass er sich auf die Badewanne freut wenn ich sage „Jetzt gehen wir baden“. Aber ich finde diese Art „Prüfungsaufgaben“ einfach unmöglich!

Ich habe mehrere Muttis gefragt, die ebenfalls Kinder in diesem Alter haben. Keine davon hat je einen solchen Fragebogen ausfüllen müssen. Auch bin ich etwas schockiert darüber, dass er Arzt meinen Krümel geimpft hat, obwohl er noch Schnupfen hatte. Das ist nicht in Ordnung. Es fiel mir aber erst im Nachhinein auf und ich ärgere mich immer noch darüber, dass ich zu dem Zeitpunkt nicht daran gedacht habe.

Ich rief diese Woche dann bei einem anderen Kinderarzt im Ort an und erkundigte mich nach einem Arztwechsel. Dieser wurde mir aber untersagt, da die Praxis schon voll ist und nur noch Neugeborene aufnimmt. Schöne Scheisse! Ich weiß nicht wie lange das noch so weiter gehen soll. Ich bin nach jedem Besuch bei dem Arzt angefressen und der Krümel schreit schon, wenn der Arzt ihm zu nahe kommt 🙁

01 Mrz

Und plötzlich will er ganz viel kuscheln

Am Montag brachte ich meinen, leider erkälteten, Krümel in die Kita. Er war die letzten Tage auch mit Erkältung in der Kita gewesen, da er eigentlich ganz gut drauf war und nur die Nase lief und er ein bisschen hustete. An diesem Montag rief mich dann aber die Erzieherin 2 Std später an und bat mich, ihn vorzeitig abzuholen. Er hatte wohl nur geweint und auch nichts gegessen. Dabei war am morgen aber noch alles ok.
Daheim lies er sich allerdings auch nicht beruhigen. Er weinte und schrie wie verrückt. Ich tippte auf Zahnweh und gab ihm Globuli, rieb seine Wangen mit Zahn-Öl ein und wartete. Aber es wurde nicht besser. Also verabreichte ich ihm ein Zäpfchen und ging mit ihm spazieren um ihn ein wenig abzulenken. Dabei schlief er dann friedlich ein und ich hatte Hoffnung, dass er einfach nur müde war.

Als er dann auf wieder erwachte, war er recht gut drauf und lachte sogar. Das hielt allerdings nicht lange an. Kurz darauf fing er wieder an zu brüllen und ich wusste, dass seine gute Laune wohl nur vom Zäpfchen gekommen war, was jetzt so langsam seine Wirkung verlor. Er tat mir unendlich leid, denn damit war für mich klar, dass er wohl Schmerzen haben musste. Gegen 15 Uhr war ich mit meinem Latein und meinen Nerven dann am Ende. Ich rief beim Arzt an und man riet mir, ihm ein weiteres Zäpfchen zu geben und in einer Stunde nochmal anzurufen.

Nach diesem Zäpfchen hing er nur schwach auf meinem Arm und starrte ins Leere. Es war schrecklich ihn so zu sehen. Trinken wollte er den ganzen Tag schon nicht recht und er wurde immer wärmer. Eine Stunde später bat mich dann der Arzt vorbei zu schauen. Er untersuchte ihn kurz, hörte ihn ab und schaute in seine Ohren. Seiner Meinung nach sei alles ok und ich sollte dem Krümel Nasentropfen geben und wenn es in 3-4 Tagen nicht besser sei, mich nochmal melden.
Ehrlich gesagt war ich stinksauer darüber, dass der Arzt das nicht ernster nahm. Immerhin hatte mein Kind Schmerzen und trank nichts.

Daheim bekam ich dann ein bisschen Wasser in den Krümel und war froh, dass er wenigstens ein wenig trank. Um 17 Uhr war mein armer Krümel dann so müde, dass ich ihn ins Bett brachte. Er schlief auch gleich ein. Um 22 Uhr war er allerdings wieder wach und als ich nach ihm sah, glühte er. Er hatte 39,1 Fieber. Ich erschrak als ich ihn sah: rote, fiebrige Wangen und glasige Augen. Was verdammt hatte er? Ich zog ihm seinen Schlafsack aus und gab ihm noch ein Zäpfchen. Und er trank gierig eine ganze Flasche Wasser. Wenigstens das…
Eine Stunde später war das Fieber auf 38,4 gesunken und er kuschelte sich ganz eng an mich. Ich nahm meinen kleinen Schatz zu mir ins Bett um ihn wenn nötig nachts besser kontrollieren zu können. Im Bett drückte sich ganz fest an mich…. Als wolle er in mich hinein kriechen. Es war so eine schöne, wenn auch traurige, Situation. Ihn so nah bei mir zu haben, trieb mir die Tränen in die Augen. Er kuschelt sonst ja auch gern, aber so wie in dieser Nacht hatte ich ihn noch nicht erlebt. Es war ein intensives und unbeschreiblich schönes Gefühl. Allerdings schwitzte er fürchterlich und wühlte sich immer durch die Kissen. Weder er noch ich konnten so schlafen. Also brachte ich ihn 2 Stunden später in sein eigenes Bett.

Am nächsten Tag war es etwas besser, aber er war immer noch sehr schlapp, schlief viel und aß sehr schlecht. Hauptsache war aber, dass mein Krümel genug trank. Die Temperatur blieb im Norm-Bereich und tags drauf war er schon fast wieder der Alte.
Am Donnerstag kam dann der absolute Hammer: er lief frei auf mich zu! Ja laufen übte er ja schon lange. Allerdings immer mit festhalten, entweder an mir oder an Möbeln. Aber plötzlich lief er. Völlig ohne Vorwarnung 😀 ich saß auf dem Boden und spielte mit ihm. Er stand am Couchtisch und strahlte mich an, breitete seine Ärmchen aus und lief 3-4 Schritte auf mich zu. Da gingen die Gefühle mit mir durch. Ich lag da auf dem Boden, hielt meinen Sohn im Arm und heulte wie ein kleines Kind. Die Anspannung der letzten Tage fiel von mir ab, vermischt mit der Freude über das eben Geschehene und der Erkenntnis, dass mein Baby nun immer schneller zum Kleinkind wird.

Seitdem kann man den Krümel kaum noch stoppen. Er will am liebsten nur noch laufen und wird von mal zu mal sicherer. Ok… Er handelt sich damit blaue Flecken ein und fällt oft hin, aber er übt verbissen 🙂

Mein kleiner Held… Ich liebe Dich <3

25 Sep

Und ganz unbemerkt…

… schleicht sich der zweite Zahn heran. Dieses Mal habe ich kaum was bemerkt. Ein klein wenig motzig war der Krümel. Und gestern entdeckte ich ihn dann, direkt neben dem ersten Zahn. Sieht total süß aus <3 Wären sie oben, würd er aussehen wie ein Häschen… hihi

Milchzaehne_Kruemelchen_2

Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Beissen tut er übrigens nicht mehr bzw. er versucht es ab und an und ich sage dann gleich „AUA“, wenn ich es bemerkte. Dann schaut er mich ganz verschämt an und lässt es auch gleich bleiben. Und auch das Kneifen hat er fast ganz gelassen. Jippie! 😀

Montag waren wir bei der U5. Alles in bester Ordnung. Er ist mit seinen 8070 Gramm und 70 cm genau im Rahmen und erfreut sich auch sonst bester Gesundheit. So muss es sein. Allerdings macht es mir etwas Angst wie schnell das nun alles von statten geht. In ein paar Tagen ist er schon 7 Monate alt. Die Zeit rast nicht nur, sie fliegt in Lichtgeschwindigkeit an mir vorbei. Und ich habe immer das Gefühl, die Zeit mit meinem Kind nicht richtig auszukosten. Ich will nicht, wie meine Mum, in ein paar Jahren zu meinen erwachsenen Kindern sagen: „Ich habe etwas Grundlegendes verpasst. Ich hätte so gern mehr Zeit gehabt, als ihr klein wart.“
Aber der Alltag nagt an einem und fordert. Putzen, aufräumen, kochen, telefonieren, einkaufen… und Hobbies hat man ja auch noch, die man zwar hinten anstellt, aber dennoch ab und zu mal ausleben möchte (nähen z.B.).

Ach… kann mal jemand die Welt anhalten? Ich würd gern aussteigen!

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17 Jul

Schielt er oder schielt er nicht? Das ist hier die Frage!

Ich mache ja jeden Tag mindestens ein Foto von meinem Krümelchen. Das ist nicht nur eine schöne Erinnerung, sondern auch ganz toll um die Entwicklung zu verfolgen. Und auf den letzten Bildern ist mir extrem aufgefallen, dass er schielt. Selbst nimmt man das gar nicht so wahr. Man sieht ihn an und freut sich einfach nur an seinem süßen Gesichtchen und seinem niedlichen Lächeln. Aber auf den Fotos fiel es mir immer mehr auf. Beim letzten Arztbesuch habe ich dann den Kinderarzt gefragt. Er meinte, es sei alles noch im Rahmen und ganz normal. Meine Recherche im Internet ergab aber, dass es ab dem 3.-4. Monat merklich weniger werden sollte. Also war ich natürlich verunsichert und machte einen Termin beim Augenarzt.

Foto

In der sogenannten „Sehschule“ machte die Ärztin einmal einen Test mit einem Stift auf dessen Spitze ein Hund montiert war, der blinkte. Da sollte Krümelchen also hinterher schauen. Er war ganz aufmerksam und lächelte die Ärztin auch lieb an. Ganz mein Sohn eben 😀 Die Ärztin meinte, es sei alles unauffällig und dass sein angebliches Schielen davon käme, dass sein Nasenrücken noch nicht vollkommen ausgebildet sei. Im Web habe ich dazu Folgendes gefunden: „Der Effekt liegt an der kurzen Nase und dem breiten Nasenrücken zwischen den Augen in diesem Alter. Dadurch ist “das Weiße” zur Nase hin immer kleiner.“ (Quelle: auge-online.de).
Um ganz sicher zu gehen, wurden aber noch ein paar Untersuchungen gemacht. Dazu bekam er 3x im Abstand von 10 Minuten Augentropfen, die seine Pupillen weiteten. Dann wurde er nochmal mit einer Lupe untersucht. Eine zweite Ärztin lenkte ihn währenddessen mit einer Schaf-Handpuppe ab. Das haben die zwei Damen wirklich ganz toll gemacht. Es hat mich begeistert wie sehr sie auf die Bedürfnisse der kleinen Patienten eingegangen sind. Das Ergebnis des Tests war eindeutig: Er hat absolut keinen Sehfehler. Es ist alles in bester Ordnung! 🙂

Die Ärztin meinte, dass es gut sei, dass ich so früh mit Krümelchen zu ihr gekommen bin. Die meisten bekommen von ihren Kinderärzten gesagt, dass sich das noch verwächst und dann sind die Kinder 2,5 Jahre alt und sie könnten dann nur noch eine Brille verschreiben, weil nichts mehr zu richten sei. Also bin ich lieber übervorsichtig. Auch wenn sich da vielleicht der ein oder andere an den Kopf fassen wird. Allen voran mein Kinderarzt.

02 Jul

Aufgepasst Mama!

Ja so langsam wirds ernst. In den letzten 4 Monaten konnte ich den Krümel ohne Probleme auch mal auf dem Sofa liegen lassen, ohne ständig mit einem Auge bei ihm sein zu müssen. Doch jetzt dreht er sich auf den Bauch und rotiert sogar richtig. Immer öfter entdecke ich, wie er mit den Füssen plötzlich dort liegt, wo vorher sein Kopf lag. Es ist so schön, ihm dabei zuzusehen. Er wird von Tag zu Tag aktiver und auf dem Bauch liegen findet er nun sogar richtig gut. Natürlich nicht lange, aber er dreht sich immerhin selbst auf den Bauch und wenn er keine Lust mehr darauf hat, dann dreht der Kleine sich einfach wieder zurück.

Letztens hat der Krümel sich doch tatsächlich von seiner Erlebnisdecke runtergerollt und lag ein gutes Stück daneben. Ich hab es erst bemerkt, als er mit den Füssen auf den Boden gestampft hat. Und witzigerweise lag er eigentlich mit dem Kopf richtung Schrank. Als ich dann nach dem Knall voller Angst zu ihm gerannt bin, lag er nur da und grinste mich frech an.

lennysmatte

Ich denke schon ein bisschen mit Grauen daran, dass ich demnächst hier im Haus alles dingfest machen muss. Also Schubladen zu binden / kleben und Regale auf seiner Höhe ausräumen, damit er Selbes nicht unkontrolliert machen kann. Und dann müssen wir noch einige Kabel entfernen und Steckdosen Kindersicher machen. Hier bin ich auch gerne für Tipps und Tricks offen. Also her damit ihr erfahrenen Muttis 🙂

Das Experiment mit der 1er Milch ist übrigens nur von kurzer Dauer gewesen. Krümelchen hat nur die ersten paar Tage nach dem Genuss einer Flasche fast durchgeschlafen. Jetzt sind wir wieder so weit wie vorher. Er kommt dennoch wieder 3x pro Nacht. Also kann ich ihn auch stillen. Ist auch weniger stressig wie immer Wasser abkochen und dann wieder abkühlen lassen… Das dauert ja, wenn man es nicht in einem Wasserbad abkühlen lässt, schon eine gute Stunde. Und währenddessen kommt es oft vor, dass der Kleine vor Hunger anfängt zu maulen. Also gibt es jetzt wieder die gute Muttermilch und die 1er Milch im Notfall.

Und kann mich mal bitte jemand davon abhalten ständig so coole Klamotten für den Lütten zu kaufen? Ich bin so verliebt in die Klamotten, die es gerade für Jungs gibt. Und ich dachte immer, es gäbe nur für Mädels tolle Kleidung… PAH! Ich werd noch arm… 😉

Morgen ist die nächste Impfung dran. Ich hoffe echt, dass mein kleiner Schatz das gut verkraftet und dass bei der U4 alles ok ist.