23 Mai

Eine Woche voller Sonnenschein (fast)

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Mein Sohn und ich haben eigentlich schon ein inniges Verhältnis zueinander. Manchmal ist Papa der Star des Tages, mal bin ich es. Anfangs bin ich damit gar nicht klar gekommen, dass es eben Tage bei ihm gibt, an denen mein Mann eher die Nummer Eins ist. Aber mittlerweile weiß ich, dass er das nicht böse meint. Es ist nunmal so.

Letzte Woche hatten der Krümel und ich Urlaub. Papa musste arbeiten und wir waren also alleine. Wir schliefen lange aus, kuschelten danach noch im elterlichen Ehebett, ehe wir aufgestanden sind und zusammen ausgedehnt frühstückten. So stelle ich mir Urlaub vor. An manchen Tagen unternahmen wir was zusammen und an manchen Tagen blieben wir daheim, malten und bastelten was oder spielten zusammen. Es war so relaxed und ich merkte richtig, wie wir beide noch ein Stück mehr zusammen wuchsen. Es war so schön und ich hätte am liebsten die Zeit angehalten. Leider haben wir im Alltag nämlich sehr wenig Zeit füreinander, was mich sehr traurig macht.

Gestern waren wir dann bei diesem traumhaften Wetter zusammen draußen unterwegs und holten uns die erste Farbe des Jahres. Krümel wurde natürlich braun und ich, wieder einmal, nur rot. Als wir wieder heim kamen, legte ich mich kurz aufs Sofa. Die Sonne hatte mich doch etwas geschlaucht. Mir fielen die Augen zu. Kurz vorm Einschlafen hörte ich dann Krümels Stimme: „Mama?“  – Ich reagierte nicht. Dann merkte ich wie er meine Hand streichelte und dabei sagte „Mausi?“ – Ich schlug die Augen auf und sah wie er mich besorgt ansah. Er ist so ein mitfühlender, lieber Junge, dass mir immer wieder das Herz aufgeht und ich ihn voller Bewunderung und Liebe in den Arm nehmen und drücken muss.

Wir waren die Woche auch zusammen auf dem Spielplatz. Wir buddelten gerade lustig im Sandkasten, als eine Mutter mit 2 Kindern ebenfalls auf dem Spielplatz eintraf. Die Mutter setzte sich auf die Bank, steckte sich die Stöpsel in die Ohren und starrte auf ihr Handy, während die beiden Kinder (ein Mädchen, ca. 6 Jahre alt und ein Junge, vermutlich 2 Jahre alt) sich ebenfalls im Sandkasten vergnügten. Mein Krümel fand die beiden Kinder interessant und bat mich, näher ranzugehen. Wir rückten also auf und da entdeckte er bei den Kindern ein Auto, mit dem sie im Sand spielten. Er fragte mich, ob er damit auch spielen dürfe und ich meinte: „Geh doch hin und frage nach.“ Erst traute er sich nicht recht, doch dann ging er auf die beiden zu und fragte „Darf auch mitspielen?“ – Das Mädchen meinte, dass sie hier noch was fertig bauen müsse, er dann aber mitspielen dürfe. Ich war begeistert darüber, wie lieb mein Krümel nun darauf wartete, dass das Mädchen ihm das Auto gab und sie zusammen nun im Sand spielten.

Mittlerweile machte der kleine Junge sich aus dem Staub und lief einem fahrenden Auto hinterher. Die Mutter, immer noch in ihr Handy vertieft, bekam davon nichts mit, obwohl der Junge schnurstraks an ihr vorbei marschierte. Die Tochter lief ihm dann hinterher und erst da reagierte die Mutter.
Kurz drauf beobachtete ich, wie der Junge etwas aus dem Sand nahm und es sich in den Mund steckte. Auch hier reagierte wieder das Mädchen als erstes und schrie: „Mama! Der hat was im Mund!“ – Die Mutter rannte auf den Knirps zu und lies ihn unter wildem Gezeter ausspucken. Es war eine Kippe und viel Sand, die der Kleine da im Mund hatte. Natürlich nicht gerade ideal, aber es wäre vermeidbar gewesen, wenn die Mutter sich mal zu den Kindern gesetzt hätte und nicht ständig in ihr Handy gestarrt hätte.

Jedenfalls bekam sie einen regelrechten Wutanfall. Sie schrie den Kleinen an und knallte ihm sogar eine. Wie blöd er denn sei und dass man so etwas doch nicht macht. Der Kleine weinte und die friedliche Stimmung war dahin. Sie riss ihn aus dem Sandkasten und sagte, er dürfe nie mehr auf den Spielplatz. Sie sagte auch er sei ein ganz böses Kind.

HALLO? Der Knirps ist grad mal 2 Jahre alt und sie behandelt ihn so unmöglich. Mal ehrlich: Mein Kind hat auch schon Mist in den Mund gesteckt und auch schon Blödsinn gemacht, aber so habe ich ihn gewiss noch nie behandelt. Das kann man auch liebevoller machen. Ich war schockiert über soviel… ich kann es gar nicht in Worte fassen… soviel Stumpfsinn. So ein dummes Verhalten von dieser Mutter. Kein Verständnis! Keine Erklärungen! Einfach nur rohe Gewalt und dummes Gelaber.

Mein Krümel sah mich erschrocken an und ich meinte dann, dass wir jetzt heim gehen. Und Krümelchen, der sonst immer Theater macht, weil er gerne auf dem Spielplatz bleiben mag, ging wortlos mit mir mit. Auf dem Weg nach Hause meinte er dann: „Frau ist böse“.  Ja, auch er ist so einen Umgang nicht gewohnt. Mir tun die Kinder wirklich leid… 🙁

04 Dez

Rabenmutter?

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Ich habe viele Bekannte und Freundinnen, die selbst Mütter sind. Und ich beneide sie ja schon. Denn kaum einer dieser Mütter geht arbeiten und wenn, dann nur wenige Stunden pro Woche. Wenn wir uns dann treffen und uns über unseren Alltag unterhalten, dann fühle ich mich wie ein Aussenseiter. Wie eine Aussätzige. Wie ein Alien! Und manchmal auch wie eine Rabenmutter.

Letztens erst meinte eine: „Ich muss jetzt ab nächstem Jahr wieder arbeiten gehen. Stell dir vor: 2 Stunden am Tag!!!“ – Dabei machte sie ein Gesicht wie Sieben-Tage-Regenwetter. Ich musste mir ein Grinsen verkneifen.
Natürlich wäre ich nach dem Jahr Elternzeit auch gern daheim geblieben. Hätte den ganzen Tag mit meinem Kind verbracht und gespielt. Ich wär wohl besonders begabt im Legohäuser bauen und wüsste auf Anhieb, wie oft mein Krümel heute Stuhlgang hatte und welche Konsistenz dieser hatte.

Aber ich musste wieder arbeiten gehen! Erst 35 Stunden und jetzt sogar 40. Ich verurteile die Mütter nicht, die daheim bleiben dürfen. Ganz im Gegenteil. Ein wenig Neid ist mit dabei. Aber wenn ich dann sehe, was für Themen diese Daheimgebliebenen meistens haben, dann freue ich mich doch ein wenig an meinem Arbeitsalltag. Ich sehe dort andere Menschen, und damit sind nicht die Teilnehmer der Krabbelgruppen, des Babyschwimmens oder des Mutter-Kind-Turnens gemeint. Sondern andere erwachsene Menschen, die arbeiten gehen. Ich habe andere Themen, die mich beschäftigen. Mein Kopf ist nicht nur voll mit Baby-AA oder dem neusten Spielzeugtrend.

Und wenn ich dann sehe wie gestresst diese Vollzeit-Mütter sind, dann sage ich ehrlich: Das bin ich nicht! Ich bin nicht so gestresst, denn ich habe beim Arbeiten meine Auszeit vom Mutti sein. Ich bin dann ab 16:30 Uhr wieder Mama und voll und ganz für meinen Krümel da. Und dazwischen ist fast wie Urlaub vom Kind. Auch wenn das nun sicher böse klingt. Ich freue mich abends auf meinen Krümel, wenn er auf mich zu gerannt kommt, mich in seine Arme schließt und mit mir schmust. Und ich freue mich auch morgens, wenn er in der Kita ist, gut betreut wird und ich im Büro mal was anderes sehe.

Ich will meinem Kind etwas bieten können! Neben Liebe und Geborgenheit, gehört aber auch ein wenig Materielles dazu. Das fängt schon bei abwechslungsreichem Essen an und endet bei dem ein oder anderen Spielzeugauto, was er sich aussuchen darf, wenn wir zusammen einkaufen gehen. Natürlich gehört dazu das nötige Kleingeld und… Ergo: Ein Job!

Bin ich deshalb eine Rabenmutter?

01 Dez

Sport ist Mord

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Sonntag hatte ich meinen ersten Tag im Fitness-Studio. Ich stand da vor dem Studio und sah durch die Fenster die ganzen Menschen, die sich an den Maschinen abstrampelten. Und ich wollte nur noch weglaufen. Aber ich packte meinen inneren Schweinehund an die Leine und zerrte ihn durch die Türe. Drin war dann plötzlich alles ganz gut. Die Leute interessierten sich null für mich. Keine dummen Sprüche, keine abwertenden Blicke. Nichts! Ich zog mich um und bekam die Geräte, die für mich eingeplant waren, erklärt. Dann fing ich mit meiner Runde an. 12 Minuten Fahrrad, 3x den Kraftzirkel, 3 weitere Geräte für Rücken und Po und danach noch auf die Vibrationsplatte. Zum Ausklang dann nochmal ne Runde Fahrrad.

Danach fühlte ich mich energiegeladen und fertig zu gleich. Aber ich war happy. Happy etwas probiert zu haben. Etwas gewagt zu haben. Und mein Schweinehund winselte an der Leine und wollte losgelassen werden. Ha! So gefiel mir das. Ich hatte natürlich etwas Angst, dass mein Muskelkater am Morgen darauf tödlich sein würde, aber weit gefehlt. Ich habe nichts gespürt 🙂

Nun ist mein Plan mind. 2x pro Woche ins Studio zu gehen. Tendenz steigend. Aber ich will es ja auch nicht gleich übertreiben. Außerdem brauche ich auch noch Zeit für mein Krümelchen 😉

23 Nov

Kreativmesse Stuttgart 2015

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Seit ein paar Jahren bin ich großer Fan der Kreativmesse in Stuttgart. Die Messe ist im Rahmen des Stuttgarter Messeherbstes immer im November eines jeden Jahres und findet in den großen Messehallen am Flughafen statt. Unter anderem ist im Herbst dann auch die „eat&style“ Messe, die mich immer an kulinarische Köstlichkeiten heranführt. Dieses Jahr habe ich mir eine Trüffelsalami gegönnt. OMG! Ein Fest für die Sinne… 😀
Aber ich merke schon: Ich schweife ab! Eigentlich wollte ich ja von der Kreativmesse erzählen.

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Letztes Wochenende war es also wieder so weit. Tausende Menschen strömten in die heiligen Hallen und informierten sich über die neusten Kreativ-Trends, kauften fleissig Material und auch Selbstgemachtes ein. Ich selbst hatte wie jedes Jahr eine genaue Vorstellung von dem, was ich brauche und suche und ein Budget mit dabei, dass ich nicht überschreiten wollte. An einem Stoff-Stand hat es mich allerdings gepackt. Ich habe wunderbar flauschigen Fellstoff entdeckt in einer sagenhaften Farbe. Davon wanderten gleich mal 2 Meter in meinen Besitz (ich Nachhinein ärgere ich mich, dass ich nicht mehr mitgenommen habe). Diesen Stoff habe ich dann gleich zu Haus zu einem wunderbaren Schal verarbeitet, der gerade jetzt zur kalten Jahreszeit super Dienste leisten wird.  Innen habe ich grauen Sweat verarbeitet und das ganze mit einer grauen Paspel abgesetzt. Ein schöner Knopf hält das Ganze zusammen.

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Als ich dann den Stand der Kunterbunten Holzbude besuchte, war ich total hin und weg von deren riesigem Angebot an Washis 😀 Ich kannte den Shop schon länger und hatte mir im Vorfeld schon gefreut, dass die nun dieses Mal auch dabei sein werden.
Am Stand angekommen stöberte ich ein wenig in deren Angebot und als ich dann an der Kasse stand, musste ich der Besitzerin einfach mein Lob aussprechen und ihr sagen, dass ich großer Fan ihres Onlineshops bin. Da meinte sie doch tatsächlich, dass sie mich auch kennen würde… „Krea… Kreativis…?!“ – Ja richtig! Kreativissimo 😀 Und sie wusste sogar meinen Vornamen. Ich war total baff. Dass man mich in der „Szene“ jetzt sogar schon erkannte, erfüllte mich mit großem Stolz. Ich schwebte dann also, mindestens 5 cm größer wie vorher, weiter durch die Messe und freute mich wie ein kleines Kind an Weihnachten.

Neues von meinem Shop gibt es jetzt übrigens auch: Ich habe wieder eine neue Stempelkollektion in Auftrag gegeben, welche Mitte Dezember in den Handel kommen soll. Ich hoffe, sie gefällt meinen Kunden und ich kann damit die ein oder andere Person erfreuen. Natürlich halte ich auch euch weiterhin damit auf dem Laufenden… 🙂

12 Aug

Die Natur greift mich an!

Die letzten Urlaubstage haben mein Mann, der Hund und ich viel in der Natur verbracht. Das hat mir neben viel guter Luft auch einige Stiche an den Beinen eingebracht. Ich hoffe die sind bis Samstag wieder weg. Da sind wir auf eine Hochzeit eingeladen und ich werde ein Kleid tragen. Da sehen die dicken Dinger echt nicht grad gut aus 🙁

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Jedenfalls haben wir bei der heimfahrt vom wandern heut einen „guten“ Freund getroffen. Er fuhr mit dem Auto hinter uns. Wir fuhren rechts ran und er hielt es nicht mal für nötig auszusteigen und das obwohl wir uns seit 2 Monaten nicht mehr gesehen haben. Er hat auch nicht gefragt wie es mir geht. Kein Wort! Dabei hätte ich gerne jetzt in der Schwangerschaft Freunde um mich. Aber ich glaube, dass ich ihn von dieser liste der Freunde streichen sollte. Das ist traurig, aber nicht änderbar.