23 Mai

Eine Woche voller Sonnenschein (fast)

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Mein Sohn und ich haben eigentlich schon ein inniges Verhältnis zueinander. Manchmal ist Papa der Star des Tages, mal bin ich es. Anfangs bin ich damit gar nicht klar gekommen, dass es eben Tage bei ihm gibt, an denen mein Mann eher die Nummer Eins ist. Aber mittlerweile weiß ich, dass er das nicht böse meint. Es ist nunmal so.

Letzte Woche hatten der Krümel und ich Urlaub. Papa musste arbeiten und wir waren also alleine. Wir schliefen lange aus, kuschelten danach noch im elterlichen Ehebett, ehe wir aufgestanden sind und zusammen ausgedehnt frühstückten. So stelle ich mir Urlaub vor. An manchen Tagen unternahmen wir was zusammen und an manchen Tagen blieben wir daheim, malten und bastelten was oder spielten zusammen. Es war so relaxed und ich merkte richtig, wie wir beide noch ein Stück mehr zusammen wuchsen. Es war so schön und ich hätte am liebsten die Zeit angehalten. Leider haben wir im Alltag nämlich sehr wenig Zeit füreinander, was mich sehr traurig macht.

Gestern waren wir dann bei diesem traumhaften Wetter zusammen draußen unterwegs und holten uns die erste Farbe des Jahres. Krümel wurde natürlich braun und ich, wieder einmal, nur rot. Als wir wieder heim kamen, legte ich mich kurz aufs Sofa. Die Sonne hatte mich doch etwas geschlaucht. Mir fielen die Augen zu. Kurz vorm Einschlafen hörte ich dann Krümels Stimme: „Mama?“  – Ich reagierte nicht. Dann merkte ich wie er meine Hand streichelte und dabei sagte „Mausi?“ – Ich schlug die Augen auf und sah wie er mich besorgt ansah. Er ist so ein mitfühlender, lieber Junge, dass mir immer wieder das Herz aufgeht und ich ihn voller Bewunderung und Liebe in den Arm nehmen und drücken muss.

Wir waren die Woche auch zusammen auf dem Spielplatz. Wir buddelten gerade lustig im Sandkasten, als eine Mutter mit 2 Kindern ebenfalls auf dem Spielplatz eintraf. Die Mutter setzte sich auf die Bank, steckte sich die Stöpsel in die Ohren und starrte auf ihr Handy, während die beiden Kinder (ein Mädchen, ca. 6 Jahre alt und ein Junge, vermutlich 2 Jahre alt) sich ebenfalls im Sandkasten vergnügten. Mein Krümel fand die beiden Kinder interessant und bat mich, näher ranzugehen. Wir rückten also auf und da entdeckte er bei den Kindern ein Auto, mit dem sie im Sand spielten. Er fragte mich, ob er damit auch spielen dürfe und ich meinte: „Geh doch hin und frage nach.“ Erst traute er sich nicht recht, doch dann ging er auf die beiden zu und fragte „Darf auch mitspielen?“ – Das Mädchen meinte, dass sie hier noch was fertig bauen müsse, er dann aber mitspielen dürfe. Ich war begeistert darüber, wie lieb mein Krümel nun darauf wartete, dass das Mädchen ihm das Auto gab und sie zusammen nun im Sand spielten.

Mittlerweile machte der kleine Junge sich aus dem Staub und lief einem fahrenden Auto hinterher. Die Mutter, immer noch in ihr Handy vertieft, bekam davon nichts mit, obwohl der Junge schnurstraks an ihr vorbei marschierte. Die Tochter lief ihm dann hinterher und erst da reagierte die Mutter.
Kurz drauf beobachtete ich, wie der Junge etwas aus dem Sand nahm und es sich in den Mund steckte. Auch hier reagierte wieder das Mädchen als erstes und schrie: „Mama! Der hat was im Mund!“ – Die Mutter rannte auf den Knirps zu und lies ihn unter wildem Gezeter ausspucken. Es war eine Kippe und viel Sand, die der Kleine da im Mund hatte. Natürlich nicht gerade ideal, aber es wäre vermeidbar gewesen, wenn die Mutter sich mal zu den Kindern gesetzt hätte und nicht ständig in ihr Handy gestarrt hätte.

Jedenfalls bekam sie einen regelrechten Wutanfall. Sie schrie den Kleinen an und knallte ihm sogar eine. Wie blöd er denn sei und dass man so etwas doch nicht macht. Der Kleine weinte und die friedliche Stimmung war dahin. Sie riss ihn aus dem Sandkasten und sagte, er dürfe nie mehr auf den Spielplatz. Sie sagte auch er sei ein ganz böses Kind.

HALLO? Der Knirps ist grad mal 2 Jahre alt und sie behandelt ihn so unmöglich. Mal ehrlich: Mein Kind hat auch schon Mist in den Mund gesteckt und auch schon Blödsinn gemacht, aber so habe ich ihn gewiss noch nie behandelt. Das kann man auch liebevoller machen. Ich war schockiert über soviel… ich kann es gar nicht in Worte fassen… soviel Stumpfsinn. So ein dummes Verhalten von dieser Mutter. Kein Verständnis! Keine Erklärungen! Einfach nur rohe Gewalt und dummes Gelaber.

Mein Krümel sah mich erschrocken an und ich meinte dann, dass wir jetzt heim gehen. Und Krümelchen, der sonst immer Theater macht, weil er gerne auf dem Spielplatz bleiben mag, ging wortlos mit mir mit. Auf dem Weg nach Hause meinte er dann: „Frau ist böse“.  Ja, auch er ist so einen Umgang nicht gewohnt. Mir tun die Kinder wirklich leid… 🙁

04 Apr

Wie man sein Kind zum Essen bewegt

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Ich krabbelte am Morgen des 1. Aprils zu meinem Krümel ins Bett um ihn zu wecken. Er nahm mich sofort in den Arm, kuschelte sich an mich und meinte dann verschlafen in mein Haar murmelnd: „Hallo Mama. Neue Gruppe!“ Es hat ihn wohl die ganze Nacht beschäftigt, dass heute ein neuer Abschnitt für ihn beginnt.
Den ganzen Morgen gab es dann kein anderes Thema. Er erzählte stolz, dass er nun ja seine neue Tasche ausführen dürfe und wollte wissen, was ich ihm da einpacke. Im Kindergarten dann gab es kein Problem. Er bliebt sofort ohne Meckerei bei der neuen Erzieherin, die er ja schon von der Eingewöhnung her kannte. Ich war richtig stolz und erinnerte mich kurz daran zurück, wie es noch vor einem halben Jahr war. Er schrie damals wie am Spieß und ließ sich kaum beruhigen. Als ich Abends von der Arbeit kam, war er oft heiser. Und heute ist er ein entspannter kleiner Kerl, der sich richtig auf die neuen Abenteuer freut. Ich bin glücklich, dass es so gut gelaufen ist.

Natürlich geht es nun auch für mich etwas anders als sonst. Normalerweise bekam der Krümel immer Frühstück in der Kita. Nun, da er in den Kindergarten geht, muss ich ihm eine Lunchbox mitgeben. Auch das Mittagessen wird er zukünftig dort zusammen mit den anderen Kindern einnehmen. Ich hoffe nur, er isst auch etwas. Denn daheim kann es sein, dass er manchmal Tagelang nur Krümelportionen isst. Ich wundere mich immer, wie der kleine Kerl trotz des wenigen Essens eine solche Energie aufbringen kann.

Also habe ich nach passenden Lunchboxen Ausschau gehalten und bin dabei auf die Bentgo Kids gestossen. Das ist eine doch recht große Lunchbox mit 5 Unterteilungen. Manche sind größer, manche sind kleiner. Man kann dort super das Essen separat aufbewahren und das Beste: Sie läuft nicht aus! Am Deckel sind nämlich die Abteilungen nochmal durch eine Art Silikonbeschichtung vor dem Auslaufen geschützt. Die Box ist zwar etwas schwerer, aber dafür auch scheinbar unkaputtbar. Der Rand ist mit Gummi geschützt und auch sonst macht sie einen stabilen und soliden Eindruck.

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Damit ich das Essen des Krümels dann auch noch ansprechend gestalten kann (man arbeitet ja mit sämtlichen Tricks), habe ich auch noch ein Set von LunchPunch besorgt. Das ist mal richtig cool. Wir haben die mit den Puzzleteilen und es kommen sicher auch bald noch ein paar andere hinzu.

Für den Anfang habe ich aber mal mit Sternchen gearbeitet. Das sind Ausstecher, die wir auch für die Plätzchen benutzen. Am ersten Tag gab es Würstchen, Banane, Naturjoghurt mit einem Klecks Marmelade, Käsesternchen und ein paar Gummibärchen. Leider brachte der Krümel mehr als die Hälfte wieder mit heim. Einzig die Gummibärchen, die Würstchen und die Brote waren vertilgt.

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Am zweiten Tag, also heute, habe ich ihm Wurststernchenbrote und Marmeladensternchenbrote gemacht. Dazu Apfelschnitze, ein Schokobon und ein halbes Würstchen. Ich will ja nicht dass er verhungert, aber ich glaube langsam ich gebe ihm zuviel  mit. Mal sehen was heute wieder übrig geblieben ist. Ich würde ja wetten, dass der Apfel sicher unberührt ist.

 

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15 Mrz

PMS – Die Leiden der Frau

Pünktlich 1-2 Tage vor der erwarteten Periode bekomme ich seit Neustem wahnsinnige Kopfschmerzen mit Sehproblemen und Schwindelgefühl. Es ist wirklich zum Durchdrehen. Ich habe es erst gar nicht als PMS wahrgenommen, da ich immer mal wieder Kopfweh habe und es meist mit Tabletten ganz gut in den Griff bekomme. Aber mir ist eben aufgefallen, dass es immer zu dieser bestimmten Zeit so ist und ich dann auch nehemn kann was ich will. Die Schmerzen gehen nicht weg. Und heute ist mal wieder so ein Tag, an dem ich am liebsten in ein kühles, ruhiges Zimmer mit heruntergelassenen Jalousinen liegen würde.

Ich habe dann ein bisschen recherchiert und gelesen, dass es auch arme Frauen gibt, die 1-2 Wochen vor Periodenbeginn schon mit PMS zu kämpfen haben. Das heisst im Klartext, dass es Frauen gibt, die die Hälfte des Monats mit Problemen wie Kopfschmerzen, Depressionen, Schmerzen zu kämpfen haben, anschließend dann noch ihre Periode bekommen und dann 1-2 Wochen wieder Ruhe haben, bis der „Spass“ von vorne los geht. Die Hälfte unseres Lebens nur Qualen. Kein Wunder verbringen wir Frauen die andere Hälfte mit Shoppen 😉

Es ist wirklich traurig! Und da soll noch einer sagen, wir seien das schwache Geschlecht. Was wir alles aushalten müssen. Da geht ein Mann schon wegen eines Männerschnupfens fast drauf und wir sind bekommen Kinder, leiden unter PMS und anderem Kram und beschwert sich eine von uns? NEIN! Wir leiden still und hoffen, dass wir irgendwann nicht so hart an den Wechseljahren zu knabbern haben. Das ist gleich die nächste Scheisse die uns erwartet. Hitzewallungen, unkontrollierbare Gewichtszunahme usw.

Im nächsten Leben werd ich ein Mann! So!

07 Mrz

3 Jahre +++ GEWINNSPIEL

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Wow! 3 Jahre wird mein Kleiner heute. Ich kann es noch gar nicht glauben. War ich nicht letztens noch schwanger?

Den ganzen Sonntag habe ich mit Geburtstagsvorbereitungen verbracht. Ich habe gebacken, mit Schokolade übergossen und verziert, Luftballons aufgeblasen und und und… Gestern um kurz vor 21 Uhr war dann Schicht im Schacht. Müde fiel ich aufs Sofa und legte die Beine hoch.

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Wir feiern heute Abend richtig, denn leider ist der Krümel heute in der Kita und ich muss arbeiten. Auch die Geschenke gibt es erst heute Abend. Wär sonst voll das Drama geworden, ihn heute morgen in die Kita zu bekommen.
Für die Kita habe ich CakePops und Muffins gebacken. Und für Daheim gibt es einen Geburtstagszug.

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Anlässlich des 3. Geburtstags unseres Krümels gibt es heute ein tolles Gewinnspiel in Kooperation mit SweetandSweet.de – ein wunderbarer Shop, der sich auf kreative Lunchboxen und auf Alles, was dazu gehört, spezialisiert hat. Er ist so toll aufgebaut und hat tolle Produkte. Ich kann mich gar nicht entscheiden, was ich am besten finde 😉

Ihr könnt heute und hier einen 15€ Gutschein für diesen wunderbaren Shop gewinnen. Alles was ihr dafür tun müsst, ist folgendes: Schreibt mir einen Kommentar unter diesen Beitrag und schon seid ihr im Lostopf. Wer diesen Beitrag noch zusätzlich auf Facebook, Instagram oder sonst wo teilt, bekommt ein weiteres Los hinzu. Eure Gewinnchancen steigen also (bitte extra Kommentar mit dem Link zum geteilten Beitrag)! 🙂

Der Einsendeschluss ist der 25.03.2016. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es entscheidet das Los!

Viel Glück wünscht Familie Krümel <3

04 Mrz

Kindermund

Ich liebe es, wenn der Krümel mich überrascht, indem er Dinge sagt, mit denen man nicht rechnet:

Es ist Bettgeh-Zeit und ich ziehe ihm den Schlafanzug an & mache ihm eine frische Windel.
Er sitzt da und spielt an seinem Pippimann rum.
Da sag ich ihm: „Nicht am Pippimann ziehen!“.
Krümel schaut zum Hund, der auch gerade vor ihm sitzt und sein Geschlecht entblößt.
Da sagt er: „Timon auch Pippimann!“
Ich nicke und sage „Ja Timon hat auch einen Pippimann.“
Krümel meint dann „Papa auch Pippimann!“
Wieder nicke ich und bestätige „Ja Papa hat auch einen Pippimann.“
Er schaut mich fragend an und ich meine dann: „Nein, Mama hat keinen Pippimann.“
Da überlegt er kurz angestrengt und sagt furztrocken: „Musst du Neue kaufen.“

😀 Ich bin in Tränen ausgebrochen. So lustig fand ich das… 😀

19 Feb

Familie Krümel goes Instagram

Lange habe ich auf meinem privaten Instagram-Account Bilder und Dinge aus meinem Blog gepostet. Doch jetzt ist es Zeit, unserem schönen Familienblog einen eigenen Instagram-Account zu spendieren 🙂

Folge uns auf InstagramWir freuen uns auf viele liebe Follower und dadurch natürlich auch neue, aufregende Kontakte mit anderen Bloggern und ein engeres Verhältnis zu unseren Lesern.

Liebe Grüße von Familie Krümel <3

08 Feb

Sprachprobleme

Eins vorweg: Ich vergleiche mein Kind nicht mit anderen Kindern in seinem Alter.
Es fing damit an, dass ich, wie so oft, in der Kita nachgefragt hatte, wie sich mein Krümelchen macht. Ab und zu bekam ich dann Feedback zu seinem Gemütszustand. Doch vor einigen Monaten meinte dann die Erzieherin, dass sie sich aufgrund seiner sprachlichen Defizite Sorgen macht. Das war neu! Ich hatte zwar das Gefühl, dass er zwar wenig spricht, es sich aber kontinuierlich weiterentwicklt. Die Erzieherin schlug also vor, dass eine Grundschullehrerin, die freiberuflich in Kindergärten nach der Sprache der Kinder schaut, sich meinen Krümel mal anschaut. Ich besprach das mit Papa Krümel und wir entschieden uns dafür. Immerhin wollten wir beide nur das Beste für ihn.

Einige Monate lang wurde unser Kind also nun von dieser Lehrerin beobachtet und auch, wie wir später erfuhren, aus der Gruppe genommen um sich mit ihm in einem extra Raum zu beschäftigen. Dann wurden wir letzte Woche zu einem Gespräch gebeten. Sie meinte, dass unser Krümel immer noch in der dritten Form von sich spricht und einige Worte noch falsch ausspricht (Flieger – Gieger, Trinken – dinka, usw.). Außerdem hätte sie das Gefühl, dass er schlecht hört oder die Worte vom Ohr nicht im Gehirn ankommen. Farben könnte er auch nicht und Puzzlen auch nicht, weshalb sie von einer Sehschwäche ausgingen. Und neue Situationen würden ihn völlig aus der Bahn werfen (wundert mich nicht; immerhin ist er noch nicht mal drei).

Mein Mann reagierte leicht gereizt bei dem Gespräch, aber ich machte mir Sorgen. Uns wurde vorgeschlagen in einem Sozialpädiatrischen Zentrum seine Sinne überprüfen zu lassen. Wir entgegneten, dass wir in 2 Tagen erst einmal einen Termin beim HNO mit ihm haben und diesen Termin erst einmal abwarten wollten. Den Termin hatten wir schon länger gemacht, da wir bemerkten, dass sein Mund immer offen steht.

Deprimiert (ich) und ein wenig wütend (Papa Krümel) gingen wir nach Hause. Ich zweifelte an mir selbst. Hatte ich genug mit ihm gesprochen, ihn genug gefördert? Was könnte ich noch tun, um ihm zu helfen? Was ist, wenn er wirklich Probleme beim Verarbeiten der Worte hatte? Wenn die Leitung zwischen Ohr und Gehirn wirklich gestört war? In meinem Kopf drehten sich die Fragen und Anschuldigungen um sich selbst…

2 Tage später erhielten wir dann nach dem Besuch beim HNO die Diagnose „Paukenerguss und Polypen“ und einen Termin zur OP im April. Das zog mir erst einmal den Boden unter den Füßen weg. Ich brach weinend zusammen. Mein Baby wird operiert. Er ist doch noch so klein! Sowas sollte ein Kind nicht mitmachen müssen!
Mein Mann war mit Krümel beim HNO gewesen. Der Arzt hat wohl sehr viel Schmalz aus seinen Ohren geholt und gesagt, dass er auf einer Seite fast gar nichts mehr gehörz haben muss. Diese Überproduktion des Ohrenschmalzes hat er wohl von mir geerbt. Ich habe damit auch schon immer zu kämpfen. Auch wegen meines kleinen Gehörgangs gestaltet sich das immer recht schwierig.

Seit dem Besuch geht es allerdings bergauf. Wir haben alle das Gefühl, dass der Krümel ein wenig fröhlicher und offener geworden ist. Er singt viel und sein Wortschatz wächst merklich. Nicht auszudenken, was nach der OP passiert. Sicherlich wird sich dann seine Sprache verbessern. Und um die restlichen Dinge kümmern wir uns dann danach. Ich habe es mir nämlich nicht nehmen lassen und jetzt auch 2 Puzzle für ihn gekauft. Und ich kann es nicht nachvollziehen, dass die Erzieher meinen, er sehe schlecht. Er kann das Puzzleteil super einpassen und auch sonst sieht er teils Dinge die ich nicht mal wahrnehme. Kleinste Teilchen werden von ihm vom Boden aufgelesen und mir präsentiert. Und wir üben nun fleissig Farben, damit das auch bald nicht mehr zur Diskussion steht.

Schade ist nur, dass heutzutage ein Kind in eine Schablone passen muss. Es muss zu diesem und diesem Alter dies und das können, ansonsten ist es zurückgeblieben. Dass mein Sohn aber ab und zu einfach keinen Bock hat, Männchen zu machen und sich dann einfach weigert, daran denkt keiner. Er ist motorisch so fit und fährt in seinem jungen Alter sogar schon super Roller. Wenn es etwas zu werkeln gibt, ist er ganz vorn mit dabei. Natürlich war es gut, dass wir nun erfahren haben, wo Defizite sind, aber dennoch will ich nun nichts überstürzen und ihn von einem Arzt zum Nächsten schleppen. Das ist für eine Kinderseele auch nicht gerade förderlich.

11 Dez

Weihnachtszeit

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Nur noch knapp 2 Wochen. Dann bricht das dritte Weihnachtsfest für unseren Krümel an. Die Vorweihnachtszeit haben wir uns bisher recht schön gemacht. Mit Plätzchen, Musik, Kerzenschein und einem vollen Adventskalender für klein Krümelchen.

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Den Kalender habe ich schon letztes Jahr für ihn angefertigt. Aus Sternenstoff habe ich 24 kleine Säckchen genäht und sie mit Zahlen bestickt. Nummer 6 und Nummer 24 sind natürlich etwas Besonderes und daher größer als die restlichen Säckchen und der Krümel linst schon ganz gerne auf diese beiden. Dieses Jahr war im sechsten eine elektrische Zahnbürste von Cars drin und was im 24. Sack versteckt ist, wird noch nicht verraten. 😉

 

 

 

IMG_8915Ich liebe diese Magie, die das Fest der Liebe ausstrahlt. Und der Kleine scheint auch Gefallen daran zu finden. Er strahlt, wenn er einen geschmückten Baum sieht und erzählt immer vom Weihnachtsmann. Mein Mann wird ein Hochbett für ihn bauen. Ich hoffe, dass er das bis zum 24. noch schafft. Zusätzlich bekommt klein Krümel noch einen Teppichboden in sein Zimmer, damit er dort auch mal spielen kann. Denn der Holzfussboden ist doch schon ziemlich kalt und ungemütlich. Wenn alles so klappt wie erhofft, dann werden Krümelchen und ich am 24. zum Brunchen zu meiner Familie fahren. Währenddessen will Papa das Zimmer herrichten. Ich freue mich schon sehr auf seine strahlenden Augen, wenn er sieht der Weihnachtsmann was in seinem Zimmer angestellt hat 🙂

 

 

 

09 Dez

Albträume

Kennt ihr Mütter (Väter?) das auch? Ich träume die letzten 2 Tage schlimme Dinge von meinem Sohn. Im ersten Traum habe ich ihn verloren. Irgendwo auf einem Volksfest. Er wurde entführt und ich hatte schlimme Angst um ihn. Bin dann gleich zu ihm ins Zimmer gestürmt und hab mich vergewissern müssen, dass er noch da ist.

Und heute Nacht wieder so etwas Krasses: Er hatte sich in meinem Traum das Genick gebrochen und ich war gestorben. Und ich sollte ihn beerdigen. Als ich ihn gerade mit Erde bedecken wollte, schlug er die Augen auf und sagte „Mama?“ und ich nahm ihn in den Arm, aber sein Köpfchen fiel nach hinten. Es war immer noch gebrochen. Das war so grausam!

In solchen Momenten merke ich erst, wie sehr mein Kopf doch Nachts ackert. Aber warum habe ich denn so heftige Angst momentan um ihn? Es muss ja irgend einen Auslöser für derart heftige Träume geben.

04 Dez

Rabenmutter?

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Ich habe viele Bekannte und Freundinnen, die selbst Mütter sind. Und ich beneide sie ja schon. Denn kaum einer dieser Mütter geht arbeiten und wenn, dann nur wenige Stunden pro Woche. Wenn wir uns dann treffen und uns über unseren Alltag unterhalten, dann fühle ich mich wie ein Aussenseiter. Wie eine Aussätzige. Wie ein Alien! Und manchmal auch wie eine Rabenmutter.

Letztens erst meinte eine: „Ich muss jetzt ab nächstem Jahr wieder arbeiten gehen. Stell dir vor: 2 Stunden am Tag!!!“ – Dabei machte sie ein Gesicht wie Sieben-Tage-Regenwetter. Ich musste mir ein Grinsen verkneifen.
Natürlich wäre ich nach dem Jahr Elternzeit auch gern daheim geblieben. Hätte den ganzen Tag mit meinem Kind verbracht und gespielt. Ich wär wohl besonders begabt im Legohäuser bauen und wüsste auf Anhieb, wie oft mein Krümel heute Stuhlgang hatte und welche Konsistenz dieser hatte.

Aber ich musste wieder arbeiten gehen! Erst 35 Stunden und jetzt sogar 40. Ich verurteile die Mütter nicht, die daheim bleiben dürfen. Ganz im Gegenteil. Ein wenig Neid ist mit dabei. Aber wenn ich dann sehe, was für Themen diese Daheimgebliebenen meistens haben, dann freue ich mich doch ein wenig an meinem Arbeitsalltag. Ich sehe dort andere Menschen, und damit sind nicht die Teilnehmer der Krabbelgruppen, des Babyschwimmens oder des Mutter-Kind-Turnens gemeint. Sondern andere erwachsene Menschen, die arbeiten gehen. Ich habe andere Themen, die mich beschäftigen. Mein Kopf ist nicht nur voll mit Baby-AA oder dem neusten Spielzeugtrend.

Und wenn ich dann sehe wie gestresst diese Vollzeit-Mütter sind, dann sage ich ehrlich: Das bin ich nicht! Ich bin nicht so gestresst, denn ich habe beim Arbeiten meine Auszeit vom Mutti sein. Ich bin dann ab 16:30 Uhr wieder Mama und voll und ganz für meinen Krümel da. Und dazwischen ist fast wie Urlaub vom Kind. Auch wenn das nun sicher böse klingt. Ich freue mich abends auf meinen Krümel, wenn er auf mich zu gerannt kommt, mich in seine Arme schließt und mit mir schmust. Und ich freue mich auch morgens, wenn er in der Kita ist, gut betreut wird und ich im Büro mal was anderes sehe.

Ich will meinem Kind etwas bieten können! Neben Liebe und Geborgenheit, gehört aber auch ein wenig Materielles dazu. Das fängt schon bei abwechslungsreichem Essen an und endet bei dem ein oder anderen Spielzeugauto, was er sich aussuchen darf, wenn wir zusammen einkaufen gehen. Natürlich gehört dazu das nötige Kleingeld und… Ergo: Ein Job!

Bin ich deshalb eine Rabenmutter?