10 Dez

der siebte Schub – oder: Nerven wie Drahtseile

Es ist seit ca. einer Woche wirklich kein Zuckerschlecken mehr. Mein kleiner, süßer, lieber Junge hat sich in ein unzufriedenes Monster verwandelt. Er schreit, sobald man den Raum verlässt… ach was sage ich, sobald ich ihn nur ablegen will. Er ist sehr unzufrieden mit allem. Außerdem isst er sehr schlecht und schläft Nachts nicht mehr durch. Er wacht auf und will dann nur kuscheln und im Arm gehalten werden. Es ist superschwer ihn dann wieder zum Schlafen zu bewegen.

Erst dachte ich es sind die Zähnchen, denn davon bekommt er momentan 2 auf einmal. Aber alle Globuli und sonstige schmerzlindernde Mittelchen halfen nichts. Dann hörte er plötzlich auf mit Stehen. Er verlagerte sein Gewicht nur noch auf das linke Bein und jammerte wenn ich das rechte Bein bewegte. Wir haben das beobachtet und sind dann in die Kinderklinik gefahren. Dort wurde er abgetastet, Blut genommen, Ultraschall gemacht und geröntgt. Doch leider oder Gott-sei-Dank kamen wir auf kein brauchbares Ergebnis. Er bekam Ibuprofen-Saft und wir sollten weiter beobachten. Ein paar Tage später wurde es dann merklich besser und er steht jetzt wieder wunderbar auf beiden Beinchen. Ich bin so froh!

Aber sein Schub kostet mich wirklich Nerven. Das ständige Weinen und Unzufrieden-sein macht mich fast verrückt. Er wacht morgens auf und es geht gleich los. Und ich bin so froh, wenn ich ihn Abends ins Bett gebracht habe und der Tag vorbei ist. Das tut mir selbst so leid, weil ich ihn ja eigentlich über alles liebe und so nicht über ihn denken will, aber es ist nunmal Tatsache. Ich wünschte der Schub wäre vorbei und ich hätte meinen Liebling wieder. Aber laut dem Buch dauert der Schub so um die vier Wochen. VIER! Ich glaube bis der Schub vorbei ist, bin ich reif für die Klapse.

Ich kann ihn nicht ständig rumschleppen und im Arm haben, auch wenn das wirklich schön ist. Aber ich habe auch noch andere Bedürfnisse. Duschen, auf die Toilette gehen, essen z.B.
Wie war der siebte Schub bei euch? Was kann ich tun, damit es ihm besser geht?

Ein Gedanke zu „der siebte Schub – oder: Nerven wie Drahtseile

  1. Gegen die Schübe kannst Du rein gar nichts tun. Da muss der kleine Mann durch – und Du als Mama auch. Und es wird noch schlimmer kommen — wenn ich an die Trotzphase meines Mittleren denke stellen sich mir heute noch die Haare auf – ist wohl ne logische Folge davon dass er heute 16 ist und somit mitten in der Pubertät steckt 🙂 – Spätschub sozusagen.
    Versuche das ganze einfach gelassen anzugehen und stelle Deine eigenen Bedürfnisse NICHT zurück – dann muss der kleine eben mal Quiken wenn Du aufs Klo musst oder Duschen gehst – nur so lernen die kleinen, dass sich nicht die ganze Welt um sie dreht 🙂

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